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Hessen: Stromsparen mit neuen Straßenlampen

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Von: Hanning Voigts

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Ein Arbeiter baut in Hochheim eine Leuchtdiode in eine Straßenlaterne ein. Foto: Michael Schick
Ein Arbeiter baut in Hochheim eine Leuchtdiode in eine Straßenlaterne ein. Foto: Michael Schick © Michael Schick

Kommunen, die ihre Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umstellen, können bis zu 95 Prozent Energie sparen. Doch obwohl Bund und Land die Modernisierung fördern, geht der Umbau nur langsam voran.

Es ist ein wichtiger Bereich, wenn es um das Thema Energiesparen geht: die Umrüstung von Straßenlaternen auf moderne LED-Technik. Bis zu 80 Prozent weniger Strom verbraucht eine der großen Lampen, wenn sie statt mit einer klassischen Glühbirne mit einer Leuchtdiode ausgestattet wird. Wenn alte Gaslaternen auf LED-Technik umgerüstet werden, beträgt die Einsparung im Durchschnitt sogar 95 Prozent.

Das ist nicht nur für den Klimaschutz relevant – durch Energieeinsparung wird weniger klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre geblasen –, sondern auch für die Finanzen von Städten und Gemeinden. Bis zu 50 Prozent der Stromkosten hessischer Kommunen, so rechnet es das hessische Wirtschaftsministerium vor, gehen für die Straßenbeleuchtung drauf. Und diese Kosten lassen sich durch Modernisierungen deutlich reduzieren.

Beleuchtung

In Hessen stehen nach Angaben des hessischen Wirtschaftsministeriums vom Januar rund 714 000 Straßenlaternen. Etwa die Hälfte dieser Lampen wurde inzwischen auf LED-Technik umgerüstet, was für die Kommunen eine deutliche Reduzierung ihres Stromverbrauchs bedeuten kann. Weil der Bund und das Land Hessen den Umbau fördern, ist die Modernisierung meist nicht sehr teuer.

Bis zu 50 Prozent der Stromkosten einer Stadt oder Gemeinde entfällt auf die Straßenbeleuchtung. han

Etwa die Hälfte der rund 714 000 Straßenlaternen, die laut Wirtschaftsministerium in Hessen stehen, sind in den vergangenen Jahren schon mit LED-Technik ausgestattet worden. Aus der Antwort des von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) geführten Ministeriums auf eine aktuelle Anfrage der FDP-Fraktion im hessischen Landtag geht hervor, dass die Modernisierung des Rests derzeit eher schleppend vorangeht: Nur knapp 15 000 Leuchten wurden bisher insgesamt mit Unterstützung des Landes modernisiert.

Hessen: Nicht alle Fördermittel werden abgerufen

Von 2016 bis 2020 haben demnach 18 Städte und Gemeinden auf Fördermittel des Landes zurückgegriffen, seit 2020 waren es noch einmal neun. Dabei steht den Angaben zufolge genug Geld bereit: Selbst wenn die Anträge sich in den kommenden Jahren vervielfachen sollten, könnten diese alle bewilligt werden, so das Wirtschaftsministerium. Behindert würden die Kommunen aber auch eher durch fehlendes Personal für die Antragsstellung und mangelnde Erfahrung mit Förderanträgen. Die kostenlose Beratung durch die Landesenergieagentur (LEA) soll in diesen Fällen helfen.

Der Bund finanziert den Kommunen die Umrüstung ihrer Straßenbeleuchtung in der Regel mit 25 bis 40 Prozent, das Land gibt noch einmal etwa 15 Prozent dazu. Die Förderung des Landes kann im Einzelfall aber auch höher sein. Die Kommunen müssen daher oft nicht einmal die Hälfte der Modernisierungskosten selbst tragen – und sparen so bereits nach kurzer Zeit Geld. Die Ausstattung einer alten Straßenlaterne mit Leuchtdioden kostet dem Ministerium zufolge etwa 170 bis 200 Euro. (Hanning Voigts)

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