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Hessen: Stefan Naas will Minister werden

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Von: Jutta Rippegather

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Stefan Naas, flankiert von René Rock und Bettina Stark-Watzinger. Michael Schick
Stefan Naas, flankiert von René Rock und Bettina Stark-Watzinger. Michael Schick © Michael Schick

Der designierte FDP-Spitzenkandidat strebt das Wirtschaftsressort an. René Rock bleibt Fraktionschef.

Stefan Naas bewirbt sich für den Posten des hessischen Wirtschaftsministers. „Mit den angestaubten Abläufen der Vergangenheit ist die dringend erforderliche Modernisierung Hessens nur schwerlich machbar“, sagte der für die Landtagswahl im Herbst nächsten Jahres designierte Spitzenkandidat der FDP. Um in der aktuellen Lage den Lebensstandard der Menschen erhalten zu können, benötige das Land „Marktwirtschaft und mehr Freiheit“.

Zurück in die Regierung

Am Dienstag war bereits durchgesickert, dass die FDP nicht erneut mit René Rock in den Wahlkampf ziehen will. Mittwoch gab Landesvorsitzende Bettina Stark-Watzinger die Empfehlung des Landesvorstands offiziell bekannt. Die finale Entscheidung will die FDP Hessen auf ihrem Parteitag im Dezember treffen. Der 48 Jahre alte Ex-Bürgermeister von Steinbach im Hochtaunuskreis sei ein „erfolgreicher Landes- und Kommunalpolitiker sowie überzeugter Verfechter liberaler Politik“ mit viel Erfahrung, begründete Stark-Watzinger. Nach zwei Legislaturen in der Opposition wolle die FDP wieder Verantwortung in Hessen übernehmen.

Ziel sei, das Land „aus dem unter Schwarz-Grün eingetretenen Mittelmaß“ herauszuholen, sagte Naas, der seit 2019 im Landtag sitzt. Der Jurist ist dort Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr, Energie und Landesentwicklung sowie Sprecher der Fraktion für Wirtschafts-, Industrie- und Arbeitsmarktpolitik, Wohnungsbau und Stadtentwicklung, Kultur, Kunst und Erinnerungsarbeit sowie für Infrastruktur. Er wolle Wirtschaft und Infrastruktur in Hessen wieder den Stellenwert geben, den sie verdienten. „Dafür braucht es einen klaren marktwirtschaftlichen Kompass statt Ideologien.“

Politisches Gespür

René Rock, der Fraktionsvorsitzender bleibt, nannte den 48-Jährigen einen „politischen Überzeugungstäter mit großem politischen Gespür“. In den parlamentarischen Debatten decke er die Schwächen von Minister Tarek Al-Wazir und Ministerin Angela Dorn (beide Grüne) auf. „Stefan Naas kann Minister.“

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