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Hessen-SPD: Herausforderung Geschlossenheit

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Von: Pitt von Bebenburg

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Günter Rudolph ist neuer SPD-Fraktionsvorsitzender.
Günter Rudolph ist neuer SPD-Fraktionsvorsitzender. © Michael Schick

Der neue SPD-Fraktionschef Rudolph beherrscht die Attacke gegen Schwarz-Grün, keine Frage. Aber er wird darauf achten müssen, seine Leute zusammenzuhalten – den eigenen pragmatischen Flügel wie die Parteilinken.

Die hessische SPD bleibt beim Bewährten. Das neue Spitzenteam ist im Grunde das alte: Es besteht aus Nancy Faeser und Günter Rudolph. Auch wenn Faeser als Ministerin nach Berlin gegangen und Rudolph ihr als Fraktionschef in Wiesbaden nachgefolgt ist – die Reihenfolge bleibt.

Die knappe Entscheidung in der Fraktion macht klar, dass sich viele Genossinnen und Genossen mehr Erneuerung gewünscht hätten, einen anderen Stil und vielleicht andere Schwerpunkte in den Inhalten. Dafür hätte die Parteilinke Lisa Gnadl gestanden.

Das Trauma von 2008

Der neue Fraktionschef Rudolph beherrscht die Attacke gegen Schwarz-Grün, keine Frage. Aber er wird darauf achten müssen, seine Leute zusammenzuhalten – den eigenen pragmatischen Flügel wie die Parteilinken. Das Trauma von 2008, als der Flügelstreit in der hessischen Fraktion die Partei fast zerrissen hätte und die Wahl der Parteichefin Andrea Ypsilanti zur Ministerpräsidentin scheiterte, ist bei vielen Genossinnen und Genossen noch präsent. Im Bund hat es Olaf Scholz geschafft, die ganze Partei hinter sich zu bringen. Nur wenn das auch in Hessen gelingt, hat die SPD 2023 eine Chance.

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