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Das Logo des chinesischen Großkonzerns HNA hängt an der Fassade des Terminals am Flughafen Hahn.
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Das Logo des chinesischen Großkonzerns HNA hängt an der Fassade des Terminals am Flughafen Hahn.

Landespoltik

Hessen soll seine Anteile am Flughafen Hahn endlich loswerden

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Der Flughafen im Hunsrück ist vorläufig insolvent. Hessen hat dort 20 Millionen Euro investiert. Das Geld dürfte weitgehend verloren sein.

Die FDP will, dass das Land seine Anteile am Flughafen Hahn so schnell wie möglich verkauft. Die Linke wirft der Landesregierung Konzeptionslosigkeit vor. Gestern musste sich Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) in einer Sondersitzung des Haushaltsausschusses des Landtags erklären.

20 Millionen Euro hat das Land bislang für einen Flughafen ausgegeben, der gerade in die vorläufige Insolvenz gegangen ist. Diese Summe wurde von Finanzstaatssekretär Martin Worms am Donnerstag genannt. Demnach hat Hessen einst 8,5 Millionen Euro für seinen 17,5-Prozent-Anteil gezahlt, weitere 12,5 Millionen Euro waren für Kapitalrücklagen fällig.

Allzu viel dürfte das nicht mehr wert sein. Man sei stets bereit gewesen, sich von den Anteilen zu trennen, legte Boddenberg dar. Nur, es habe sich kein Käufer gefunden. Er erinnerte daran, dass es einst Pläne gegeben habe, aus dem Hahn und dem Frankfurter Airport ein Flughafensystem zu machen - unter anderem, um Nachtflüge aus dem Rhein-Main-Gebiet in den Hunsrück verlagern zu können. Sogar eine Magnetschwebebahn als Verbindung war einmal im Gespräch.

Aus all dem ist nichts geworden. 2017 hat das Land Rheinland-Pfalz seine Anteile an den chinesischen Investor HNA verkauft. Seitdem ging es mit dem Hahn weiter abwärts. Man habe immer versucht, weitere Informationen von HNA zu bekommen, versicherte Worms. Allerdings weitgehend ohne Erfolg. Auch von der vorläufigen Insolvenz habe man zuerst aus der Presse erfahren.

„Jetzt geht es darum, den Schaden zu minimieren und einen Käufer für die hessischen Anteile zu finden“, forderte Marion Schardt-Sauer (FDP). Die Landesregierung habe sich auf die reine Verwaltung ihrer Minderheitsbeteiligung zurückgezogen, kritisierte Jan Schalauske (Linke). Es fehle an einem Konzept zur Weiterentwicklung.

Aktuell ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter für den Hahn zuständig. Er hat erklärt, den Betrieb retten zu wollen.

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