Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nachtanken mit Kabel: ein Fahrzeug an einer Strom-Ladesäule in Wiesbaden Michael Schick
+
Nachtanken mit Kabel: ein Fahrzeug an einer Strom-Ladesäule in Wiesbaden Michael Schick

Verkehr

Hessen setzt auf E-Mobilität

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
    schließen

Bis 2030 sollen alle Dienstfahrten klimafreundlich erfolgen. Für den BUND nur ein Baustein eines Mobilitätskonzepts, das noch fehlt.

Hessen will den Fuhrpark des Landes bis zum Jahr 2030 auf Elektroantrieb umstellen und die Infrastruktur ausbauen. Rund 750 Ladepunkte sollen bis dahin an allen Dienststellen entstehen, teilten Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) und Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden mit. Es gibt noch viel zu tun. Ende 2020 gab es 242 Ladepunkte an 90 hessischen Behörden- und Verwaltungsstandorten. Für den weiteren Ausbau stehen bis 2025 bis zu 18,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Aktuell umfasst der Fuhrpark des Landes rund 9500 Fahrzeuge, davon rund 6200 Autos. Vom nächsten Jahr an soll mindestens jede zweite Neuanschaffung ein Batterieelektrofahrzeug, Plug-in-Hybrid oder Brennstoffzellenfahrzeug sein. Der Plan sieht außerdem vor, dass bis 2030 alle Dienststellen mit Ladestationen für Pedelecs ausgestattet sind. Carsharing-Anbietern sollen Stellplätze zur Verfügung gestellt werden, wo sie bevorzugt klimafreundliche Fahrzeuge stationieren können. Das Tanken werde klimaneutral erfolgen, heißt es in der Ankündigung der Minister weiter. Seit 2010 beziehe das Land flächendeckend Ökostrom für die Dienststellen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßte das Vorhaben. „Aber auch für elektrische Fahrzeuge müssen Effizienzkriterien gelten, etwa beim Verbrauch und bei der Herstellung“, sagte Landesgeschäftsführer Michael Rothkegel. Aus BUND-Sicht sollen möglichst kleine und sparsame Fahrzeuge angeschafft werden und keine Plug-in-Hybride. Die zählen für die Umweltschützer nicht zu den Elektrofahrzeugen. Das Ziel der Emissionsfreiheit sei auch nur erreichbar, wenn der Strom aus zusätzlicher erneuerbarer Energie kommt.

Mit der Umstellung des Fuhrparks alleine greift das Land nach Ansicht Rothkegels zu kurz. Eingebettet sein müsse die Maßnahme in ein „umfassenderes Mobilitätskonzept“. Auch für Dienstfahrten müsse die Rangfolge gelten: „Vermeiden, Verlagern auf den ÖPNV, Einsatz von Elektrofahrzeugen. Und das muss vielleicht nicht immer ein Auto, sondern kann auch ein Pedelec oder E-Bike sein.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare