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Hessen: Schwierige Suche nach Unterkünften für Ukraine-Flüchtlinge

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Von: Peter Hanack

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Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, brauchen hier ein Dach über dem Kopf. Das zu finden, ist oft schwierig.
Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, brauchen hier ein Dach über dem Kopf. Das zu finden, ist oft schwierig. Boris Roessler/dpa © dpa

Gastfamilien kommen bei den offiziellenVermittlungsstellen häufig nicht weiter. Doch häufig drängt die Zeit.

Die Vermittlung von Menschen, die aus der Ukraine haben flüchten müssen, fordert die beteiligten Institutionen offenbar sehr. Ausbleibende Rückmeldungen auf Anfragen weisen auf zumindest stellenweise Überlastungen hin.

Eine Frankfurterin, die mit ihrer Familie Menschen aufgenommen hat, ist bislang damit gescheitert, für diese eine längerfristige Unterkunft zu finden. „Die Adresse, die uns von der Stadt genannt wurde, hatte uns Hoffnung gemacht, ist aber nun an ihre Grenzen gestoßen“, schreibt die FR-Leserin. Eine andere Familie berichtet, dass auch sie noch keine Auskunft dazu habe, wie es in den nächsten Wochen mit den Geflüchteten – eine Mutter mit Zwillingen – weitergehen könnte. Eine FR-Leserin aus Frankfurt-Niederrad hatte ebenfalls in der vergangenen Woche versucht, über die Vermittlungsstelle der Stadt eine Bleibe für die beiden Erwachsenen und das Kind zu bekommen, die seit einigen Tage bei ihr und ihrer Familie unterkommen konnten. „Da gab es erst im Mai einen offiziellen Termin zur Registrierung“, berichtet sie.

Unterkunft finden

Informationen zu den Angeboten in Frankfurt unter frankfurt-hilft.de und auf: www.amka.de/ukraine

#Unterkunft-Ukraine vermittelt ebenfalls Übernachtungsmöglichkeiten für Flüchtlinge. Informationen unter: www.unterkunft-ukraine.de

Das Land Hessen gibt Informationen unter 0800 /110 33 33 und per Mail an: ukraine@hmdis.hessen.de pgh

Neben den Kommunen sind in Hessen auch viele andere Institutionen darum bemüht, den Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf zu vermitteln. Eine davon ist „#Unterkunft-Ukraine“ aus der hessischen Rhön, die bundesweit agiert. Rund 360 000 Schlafmöglichkeiten bei 150 000 Gastgebenden seien dort gemeldet, erste Plätze bereits vermittelt, berichtete die Initiative.

Doch auch dort gibt es nicht unbedingt schnelle Hilfe, wie die Frankfurterin aus Niederrad erfahren musste. Die Website sei zwar übersichtlich, auf ihre Anfrage nach Plätzen für die drei Personen habe es aber auch nach Tagen noch keine Rückmeldung gegeben.

„#Unterkunft-Ukraine“ teilte auf Anfrage mit, jetzt mit professionellen Callcentern und Kommunen direkt zusammenarbeiten zu wollen, um die Vermittlung zu beschleunigen.

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