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Hessen schafft mehr Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen

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Von: Peter Hanack

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Eichenau bei München: Gemeinden brauchen mehr Geld, um Geflüchtete zu versorgen.
Gemeinden brauchen mehr Geld, um Geflüchtete zu versorgen. © afp

Eine hohe Zahl von Geflüchteten fordert die Kommunen. Das Land sagt Hilfe bei der Unterbringung zu. In Friedberg und Büdingen sollen zusätzliche Unterkünfte entstehen.

Die hessische Landesregierung hat den Städten und Landkreisen bei der Unterbringung von Geflüchteten Hilfe zugesagt. Dazu sollen auch die Kapazitäten von Erstaufnahmeeinrichtungen ausgebaut werden.

„Es kommen zunehmend mehr Menschen nach Hessen und Deutschland, weil sie vor Krieg und dessen Folgen flüchten müssen oder andere Fluchtgründe haben“, sagte der Leiter der Hessischen Staatskanzlei, Axel Wintermeyer, am Donnerstag in Wiesbaden. Im Jahr 2022 habe Hessen bislang rund 80 000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sowie gut 15 000 Asylsuchende aufgenommen. Land und Kommunen seien dadurch stark gefordert, so Wintermeyer.

So sollen die Kapazitäten der Erstaufnahmeeinrichtungen um mindestens 1050 Aufnahmeplätze erhöht werden. Dazu sollen an den Standorten Friedberg und Büdingen Unterkünfte errichtet werden. Nachdem es in Friedberg einen Bauschaden gegeben habe, solle dort so schnell wie möglich dafür gesorgt werden, dass wieder Geflüchtete aufgenommen werden könnten. Geprüft werden solle, ob an bestehenden Standorten der Erstaufnahmeeinrichtungen zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden könnten.

Hessen habe zudem beim Regierungspräsidium Gießen eine Koordinierungsstelle eingerichtet. Dort sollen Kommunen bei konkreten Fragen schnell und unbürokratisch Hilfe erhalten.

Das Land werde sich bei der Bundesregierung weiterhin dafür einsetzen, dass „die Migration an den Außengrenzen besser gesteuert“ werde, sagte Wintermeyer. Auch sollten die Unterbringungsbedingungen in den Erstaufnahmestaaten und die Lebensbedingungen in den Herkunftsländern verbessert werden, „damit Menschen weniger die Notwendigkeit sehen, ihre Heimat zu verlassen“. pgh

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