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Hessen: RMV kann Angebot halten

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Von: Jutta Rippegather

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Blau-weiß und leise: der erste Wasserstoffzug, dem weitere folgen sollen.
Blau-weiß und leise: der erste Wasserstoffzug, dem weitere folgen sollen. Monika Müller © Monika Müller

Trotz gestiegener Energiekosten bringt der Fahrplanwechsel sogar vereinzelt Verbesserungen. Doch die Wasserstoffzüge kommen nmur peu à peu.

Die ersten Wasserstoffzüge gehen an den Start und die Odenwaldbahn erhält einen durchgehenden Stundentakt nach Frankfurt: Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hat am Donnerstag über die Neuerungen zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember informiert. „Im Großen und Ganzen sichern wir unter schwierigen Bedingungen unser Fahrtenangebot“, sagte Geschäftsführer Knut Ringat. Während andernorts in Deutschland wegen Inflation und hohen Energiekosten über Abbestellungen diskutiert werde, halte der RMV den Status quo und könne vereinzelt sogar Mehrfahrten anbieten - etwa bei den Schnellbussen.

27 Fahrzeuge sollen es werden

Die ersten Wasserstoffzüge nehmen im Taunusnetz den Betrieb auf: zwischen Frankfurt – Bad Homburg – Brandoberndorf. Wegen unterbrochenen Lieferketten infolge des Ukraine-Kriegs und der Corona-Pandemie kann Hersteller Alstom zum Dezember zunächst nur einen Teil der bestellten 27 Fahrzeuge liefern.

Erstmal in der Geschichte des RMV fahren nur noch Züge, die nach der Verbundsgründung angeschafft wurden. Der Fahrzeugtyp VT/VS2E wird ausgemustert. Die Linien im Teilnetz Wetterau Ost-West (RB46, RB47, RB48) erhalten mit der sukzessiven Inbetriebnahme der Wasserstoffzüge neue Fahrzeuge. Sie werden vorraussichtlich zum Jahresanfang in Dienst gestellt. Die bislang dort eingesetzten Fahrzeuge fahren dann modernisiert auf der Ländchesbahn. Ringat: „Wir erneuern stetig unsere Fahrzeugflotte.“ In wenigen Jahren werde etwa WLAN in allen Zügen verfügbar sein.

Bis die Wasserstoffflotte im Laufe des Frühjahrs komplett ist, wird die Hessische Landesbahn (HLB) die vakanten Linien des Taunusnetz‘ übergangsweise betreiben. Betroffen sind die Verbindungen Frankfurt-Höchst – Bad Soden, Frankfurt – Königstein sowie Bad Homburg – Friedberg.

Auf der Linie RB15 kommen zunächst neben den Wasserstoffzügen des Typs iLint 54 auch Züge der Baureihe 644 (Talent) der DB Regio zum Einsatz. Für besonders nachgefragte Fahrten kündigt der RMV eine „Doppeltraktion“ mit 320 Sitzplätzen an. Mit dem Zulauf der neuen Fahrzeuge werde die Zahl dieser langen Züge später noch erhöht. Da die übergangsweise ausgeliehene Baureihe 644 für den Tunnel bei Brandoberndorf nicht zugelassen sei, müsse bei diesen Fahrten in Grävenwiesbach umgestiegen werden. „In Einzelfällen wird ein Schienenersatzverkehr zwischen Grävenwiesbach und Brandoberndorf eingerichtet.“

Mehr Odenwaldbahn

Das Fahrtenangebot der Odenwaldbahn von und nach Frankfurt wird deutlich größer. Die Fahrzeuge sind als Linie RB82 (Eberbach – Erbach – Frankfurt) tagsüber stündlich zwischen Erbach und Frankfurt unterwegs. In Darmstadt-Nord besteht mit dem Umstieg auf die Linie RB75 eine systematische Verbindung zum dortigen Hauptbahnhof. Die Linie RB85 fährt ab Dezember stündlich zwischen Babenhausen und Frankfurt. Auch am Wochenende im Stundentakt.

Die Linien in der Wetterau betreibt die HLB weiter. Zwischen Nidda – Friedberg – Frankfurt kommen einige Fahrten für den Ausbildungs- und Berufsverkehr hinzu. Zwischen Wiesbaden – Niedernhausen – Limburg kommen künftig modernisierte Fahrzeuge des Typs Lint 41 zum Einsatz. Es gibt eine zusätzliche morgendliche Fahrt von Niedernhausen nach Wiesbaden sowie eine dritte Direktverbindung nachmittags von Wiesbaden nach Limburg.

Auf den Expressbuslinien X95 und X35 werden pandemiebedingt ausgefallene Leistungen wieder erfüllt. Deutlich mehr Fahrten gibt es etwa zwischen Enkheim – Büdingen. Auch in Mittelhessen gibt es Verbesserungen.

www.rmv.de

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