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Rhön hat sich verzockt: Konflikt um die Zukunft der Uniklinik Gießen-Marburg

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Von: Jutta Rippegather

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Die Hängepartie an der Uniklinik geht weiter. dpa
Die Hängepartie an der Uniklinik geht weiter. dpa © dpa

Der Rhön-Konzern muss sich bewegen. Am besten bietet er die Uniklinik Gießen-Marburg zum Rückkauf an. Doch die Verhandelnden haben sich verhakt.

Frankfurt – Eine Lösung im Konflikt um die Zukunft der Uniklinik Gießen-Marburg ist nicht in Sicht. Die Verunsicherung in Belegschaft und Bevölkerung ist riesig, die nervige Hängepartie geht weiter. Zum 31. Dezember läuft der von Rhön/Asklepios gekündigte Zukunftsvertrag aus, dann kommt es im schlimmsten Fall zu Kündigungen, Ausgliederungen – und zum Verkauf des größten Gesundheitsversorgers in Mittelhessen.

Ein Horrorszenario. So weit darf es auf keinen Fall kommen.

Das Land will im Fall eines Weiterverkaufs der Uniklinik Gießen-Marburg staatliche Zuschüsse zurück. Doch der Konzern ist dazu offenbar nicht bereit.

Konflikt um die Uniklinik Gießen-Marburg: Rhön hat sich verzockt

Die Verhandelnden haben sich verhakt. Dabei gibt es Lösungen, um den gordischen Knoten zu zerschlagen. Die Klinikdirektorinnen und -direktoren hatten sie jüngst in einem offenen Brief aufgezeichnet. Da ist die Schlichtung als Instrument auszuloten, inwiefern überhaupt Bereitschaft besteht, von der bisherigen Position abzurücken. Bei der Landesregierung ist nichts zu holen, die hat sich festgelegt. Sie besteht auf der Wertsteigerungsklausel und beruft sich auf die Landeshaushaltsordnung. Gut so. Kein Cent Steuergeld darf auf den Konten von Aktionär:innen landen.

Rhön/Asklepios hat sich verzockt. Niemand im politischen Wiesbaden kann einknicken, ohne seine politische Zukunft zu gefährden. Der Konzern muss jetzt schauen, wie er aus der Nummer rauskommt. Am besten, indem er dem Land die Uniklinik zum Rückkauf anbietet. Gesundheit ist keine Ware und eignet sich nicht zum Geldverdienen. (Jutta Rippegather)

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