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Hessen: Olena Selenska besucht den Landtag

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Von: Jutta Rippegather

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Olena Selenska, Frau des ukrainischen Präsidenten, zu Besuch bei Landtagspräsidentin Astrid Wallmann.
Olena Selenska, Frau des ukrainischen Präsidenten, zu Besuch bei Landtagspräsidentin Astrid Wallmann. Hessischer Landtag/Jörg Halisch © Hessischer Landtag/Jörg Halisch

Hessens Parlamentspräsidentin Wallmann empfängt eine Delegation aus der Ukraine. Aktuell kommen kaum neue Geflüchtete an.

Olena Selenska, Ehefrau des ukrainischen Präsidenten, hat am Freitag den Hessischen Landtag besucht. Parlamentspräsidentin Astrid Wallmann (CDU) empfing die ukrainische Delegation, zu der auch der Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, und der Generalkonsul in Frankfurt, Vadym Kostiuk, gehörten. Es sei „eine große Ehre“, Selenska begrüßen zu dürfen, sagte Wallmann. „Mit großer Entschlossenheit und ganzer Kraft setzt sie sich für die Freiheit ihres Landes und damit zugleich für die Freiheit Europas ein. Dafür sind auch wir in Hessen sehr dankbar.“ Hessen stehe an der Seite der Ukraine. Der Besuch der Ehefrau von Wolodymyr Selenskyj im Parlament in Wiesbaden sei „ein eindrückliches Zeichen dafür, dass der Geist der Freiheit und der Demokratie die Menschen gerade in schwierigen Zeiten fest über alle Grenzen hinweg verbindet“. Die beiden Frauen tauschten sich auch über die Situation der Geflüchteten aus. „Ich danke den Bürgerinnen und Bürgern des Bundeslandes Hessen, die der Ukraine und den Ukrainern helfen“, sagte Selenska.

80 000 Geflüchtete in Hessen

Rund 80 000 Menschen aus der Ukraine haben in den vergangenen Monaten hier Zuflucht gefunden. Entweder privat oder in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen (EAEH). Nach Auskunft des Regierungspräsidiums Gießen leben dort aktuell 7370 Menschen, von ihnen kommen 382 Personen aus der Ukraine – darunter 42 sogenannte Drittstaatenangehörige, das heißt mit einem anderen Pass. Die Zugangszahlen seien deutlich zurückgegangen, sagte Pressesprecher Oliver Keßler der Frankfurter Rundschau auf Anfrage. „In den letzten 14 Tagen sind im Schnitt 21 ukrainische Staatsangehörige pro Tag in der EAEH angekommen.“

15 000 Schüler:innen aus der Ukraine

Ein Art Stagnation registriert auch das hessische Kultusministerium. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine liege bei mehr als 15 000. „Dies bedeutete zum Vergleich mit dem Zeitpunkt vor den Sommerferien einen Anstieg um rund 2000.“ Doch seitdem sei die Zahl so gut wie konstant geblieben, sagt Pressesprecher Michael Ashelm. Die meisten ukrainischen Kinder und Jugendlichen, sagt er, werden in den Schulamtsbezirken Kassel (rund 1500) sowie Hochtaunus-/Wetteraukreis (1400) beschult. In Frankfurt seien es rund 1200, in Wiesbaden/Rheingau-Taunus 1300. Am unteren Ende der Statistik liegen demnach die Bezirke Offenbach (750), Marburg-Biedenkopf (650) und Fulda (650). Deutschunterricht ist Pflicht. Gelehrt wird dieser in rund 1760 Intensivklassen oder -kursen, in denen die Ukrainer:innen mit Abstand die Mehrheit stellten. Mehr als 500 junge Kinder aus geflohenen ukrainischen Familien besuchen Vorbereitungskurse auf die Grundschule.

Auch die Zahl des Lehrpersonals mit ukrainischem Pass wächst. Knapp 250 seien inzwischen an Schulen in Hessen eingesetzt, informiert der Sprecher von Kultusminister Alexander Lorz (CDU). „Es kommt weiterhin zu befristeten Einstellungen“, sagt der Pressesprecher.

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