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Hessen: Neues Forschungslabor für Künstliche Intelligenz

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Von: Hanning Voigts

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Das neue Labor wird im Darmstädter „Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung“ angesiedelt, das auch mehrere Teilchenbeschleuniger betreibt. Foto: Michael Schick
Das neue Labor wird im Darmstädter „Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung“ angesiedelt, das auch mehrere Teilchenbeschleuniger betreibt. © Michael Schick

Eine neue Einrichtung zur Erprobung künstlicher Intelligenz im Darmstadt soll ab Herbst Wissenschaft und Unternehmen beraten. Digitalministerin Sinemus will Hessen zu einem führenden KI-Standort machen.

Hessen bekommt ein sogenanntes Innovationslabor für künstliche Intelligenz (KI), das ab Herbst Forschende, Unternehmen und Start-ups beraten soll. Wie die hessische Landesregierung mitteilte, wird die Einrichtung beim „Hessischen Zentrum für künstliche Intelligenz“ („Hessian AI“) angesiedelt und ihren Sitz im Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt bekommen. Die Hochleistungsrechner des Innovationslabors sollen in der dort vorhandenen spezialisierten Infrastruktur gekühlt werden. Das Land finanziert den Start der neuen Einrichtung mit zehn Millionen Euro.

Neue Konzepte und Anwendungen für KI könnten in dem bundesweit einzigartigen Labor „entwickelt, trainiert, getestet und evaluiert werden“, heißt es in der Mitteilung der Landesregierung. Insbesondere mittelständische Unternehmen und Firmengründungen sollten von der Beratung profitieren. Dies solle Innovationen etwa in der Werkstoff- oder Medikamentenentwicklung ermöglichen.

Hessen soll führend in künstlicher Intelligenz werden

Die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU) sagte, die neue Einrichtung werde „die Gründungsdynamik in Hessen erhöhen, die Innovationsfähigkeit des Landes steigern und einen erheblichen Beitrag zur digitalen Souveränität leisten“. Hessen solle ein führender Standort in Sachen KI-Anwendungen werden und Entwicklungen in diesem Bereich verantwortungsvoll vorantreiben.

Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) sagte, neben den 13 an Hessian AI beteiligten Unis könnten von dem neuen Labor „auch Wirtschaft und Gesellschaft profitieren“. Tanja Brühl, die Präsidentin der TU Darmstadt, die Hessian AI koordiniert, sprach von „einem weiteren zukunftsweisenden Baustein des starken hessischen KI-Ökosystems“.

(Hanning Voigts)

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