1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Landespolitik

Hessen: Neue Forschungsstelle zum Rechtsextremismus

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Pitt von Bebenburg

Kommentare

Ein Mann trägt einen Pullover mit dem Aufdruck „Deutsches Reich“ bei einer Demonstration von 
Reichsbürgern.
Ein Mann trägt einen Pullover mit dem Aufdruck „Deutsches Reich“ bei einer Demonstration von Reichsbürgern. (Symbolbild) © Christophe Gateau/dpa

Hessen gründet neue Forschungsstelle zu Rechtsextremismus und Rassismus in Marburg. Das Land gibt dafür 300.000 Euro jährlich.

Hessen richtet eine Forschungsstelle zu Rechtsextremismus und Rassismus ein. Sie soll ihren Sitz in Marburg haben. Das kündigte die Grünen-Fraktion am Montag in Wiesbaden an.

Die Forschungsstelle soll an das Demokratiezentrum an der Philipps-Universität Marburg angegliedert werden, wie der Grünen-Fraktionsvorsitzende Mathias Wagner erläuterte. Dort werden bereits die Aktivitäten im Rahmen des Landesprogramms „Hessen aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ gebündelt.

300000 Euro jährlich

Das Zentrum wird mit zehn Millionen Euro im Jahr gefördert. Nun sollen 300 000 Euro jährlich für die Forschungsstelle hinzukommen. Die Arbeit der Forschungsstelle könne beginnen, sobald der Haushalt genehmigt sei, sagte Wagner. Zu ihren Aufgaben wird die Weiterbildung gehören. In Marburg soll es bundesweit erstmalig möglich werden, den Master „Beratung im Kontext Rechtsextremismus“ berufsbegleitend zu erwerben.

SPD positiv überrascht

Die SPD fordert seit Jahren die Einrichtung einer Professur für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Rassismus in Hessen. SPD-Fraktionschef Günter Rudolph begrüßte den Weg der Koalition, statt einer Professur eine Forschungsstelle einzurichten. Der Sozialdemokrat lobte, dass sich die Koalitionsparteien „unsere Vorschläge nun überraschend zu eigen gemacht“ hätten.

Der Grüne Wagner sagte, man habe in der Koalition über eine Professur nachgedacht. CDU und Grüne seien aber zu dem Schluss gekommen, dass die Forschungsstelle der bessere Weg sei, um einen schnellen Austausch zwischen der Forschung und der Umsetzung von Prävention und Extremismusbekämpfung zu erreichen.

Auch interessant

Kommentare