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Hessen: Ministerin Puttrich kandidiert nicht mehr

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Von: Jutta Rippegather

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Staatsministerin Lucia Puttrich wird nicht mehr bei der Landtagswahl antreten.
Staatsministerin Lucia Puttrich wird nicht mehr bei der Landtagswahl antreten. CDU © CDU

Die CDU-Europaministerin kündigt ihren Rückzug aus der Landespolitik an. Sie steht für die Landtagswahl nicht mehr zur Verfügung.

Eine weitere Ministerin des schwarz-grünen Kabinetts hat ihren Rückzug angekündigt: Lucia Puttrich wird im kommenden Herbst nicht mehr zur Landtagswahl antreten, teilte die CDU Wetterau am Dienstag mit. Ihre Kreisvorsitzende habe am Montag in einer Vorstandssitzung mitgeteilt, für ein Hauptamt nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Sie ist das vierte Regierungsmitglied, das sich zurückzieht: Auch Priska Hinz und Kai Klose (beide Grüne) sowie Peter Beuth (CDU) streben kein Amt in Wiesbaden mehr an.

30 Jahre hauptamtlich Politik

Nach langer politischer Tätigkeit sei die Zeit gekommen, „um neuen Kräften Gelegenheit zu geben, politisch zu starten“, sagte die 61 Jahre alte Europaministerin. Auch künftig werde sie sich für die Gemeinschaft und den Zusammenhalt einsetzen. „Nur nach fast 30 Jahren eben nicht mehr im politischen Hauptamt, sondern ehrenamtlich. Alles hat seine Zeit.“

Damit kehrt Puttrich zu ihren Wurzeln zurück. Von Jugend an war sie politisch tätig – erst ehrenamtlich, von 1995 an im Hauptamt als erste direkt gewählte CDU-Bürgermeisterin ihrer Heimatstadt Nidda. Nach einem Jahr als Bundestagsabgeordnete wurde sie 2010 hessische Staatsministerin. Vier Jahre zuständig für das Ressort Umwelt, seit 2014 für Bundes- und Europaangelegenheiten. Seit 2014 ist sie Landtagsabgeordnete, seit 2018 direkt gewählt für den Wahlkreis 26, Wetterau I. „Natürlich hat eine lange politische Tätigkeit ihre Höhen und gelegentlich auch ihre Tiefen“, sagte Puttrich.

Wahlkampf für Rhein

Die CDU sei bestens aufgestellt, ihr Wahlkreis werde auch künftig in Wiesbaden gut vertreten sein. „Ich bin mir sicher, dass die Hessen-CDU mit ihrem Spitzenkandidaten, Ministerpräsident Boris Rhein, einen engagierten Wahlkampf führen wird, und auch ich werde mich dabei mit all meiner Kraft einbringen.“

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