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Orte der Massenmorde der Nazis mit eigenen Augen zu sehen, wie das KZ Auschwitz-Birkenau, hinterlässt bleibenden Eindruck.
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Orte der Massenmorde der Nazis mit eigenen Augen zu sehen, wie das KZ Auschwitz-Birkenau, hinterlässt bleibenden Eindruck.

Erinnerungskultur

Mindestens ein Mal in die Gedenkstätte

  • Peter Hanack
    vonPeter Hanack
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Hessens Schülerinnen und Schüler sollen sich mit Verbrechen der Nazis auseinander setzen. Der Landtag empfiehlt den Schulen deshalb dringend, die Gedenkstätten zu besuchen.

Hessens Schülerinnen und Schüler sollen wenigstens einmal eine Gedenkstätte besuchen. Das haben die Fraktionen von SPD, FDP, Grüne und CDU im Hessischen Landtag am Mittwoch beschlossen. Damit soll die Erinnerung an die Gräuel der Nationalsozialist:innen und des Holocaust wachgehalten werden.

In Zeiten, in denen Extremismus, Gewalt, Hass und Hetze zunehmen, komme der politischen Bildung eine besondere Bedeutung zu, heißt es in dem gemeinsamen Entschließungsantrag. Die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus sei im Kampf gegen Antisemitismus, Antijudaismus und Rassismus unverzichtbar. Der Besuch wird den Schulen dringend empfohlen, eine Verpflichtung dazu besteht aber nicht.

Der Besuch einer Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus präge junge Menschen, sagte Stefan Naas, erinnerungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. Das sei umso wichtiger, da nur noch wenige Zeitzeugen lebten. Forschungs- und Bildungseinrichtungen könnten einen Besuch zwar ergänzen, aber nicht ersetzen.

„Angesichts rechtsextremistischer Terrorakte in Hessen, der zunehmenden Verharmlosung des Holocaust ist es bitter nötig, dass der Landtag der politischen Bildung an Schulen mehr Bedeutung schenkt“, sagte der integrationspolitische Sprecher der SPD, Turgut Yüksel. Schülerinnen und Schülern müssten Leid und Verbrechen des Nationalsozialismus erfahrbar gemacht werden. Die SPD hätte den Gedenkstättenbesuch gerne verbindlich festgeschrieben, konnte sich damit aber nicht durchsetzen.

Auch Vertreter:innen von CDU und Grünen sprachen sich dafür aus, die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus in allen Schulformen zum Gegenstand des Unterrichts zu machen. Erinnert werden müsse zudem an die SED-Diktatur, die aus der DDR einen Unrechtsstaat gemacht habe, so die CDU.

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