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Verkehr

Hessen: Mehr Sicherheit fürs Rad

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Minister Tarek Al-Wazir sieht den Ausbau der Radwege auf gutem Weg. Doch der FDP geht das zu langsam.

Noch nie haben Bund und Land so viel Geld investiert, damit der Mensch auf zwei Rädern sicher sein Ziel erreichen kann: Rund 82 Millionen Euro sind in den vergangenen sieben Jahren in den Neu- und Ausbau und in die Sanierung von Radwegen an Landes- und Bundesstraßen geflossen. Insgesamt konnten damit 116 Kilometer Radwege neu- und ausgebaut oder saniert werden. Allein für 2021 seien Investitionen von weiteren 21 Millionen Euro geplant, mit denen noch mal 20 Kilometer Radwege entstünden oder besser befahrbar seien, bilanzierte Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Dienstag in Wiesbaden. Und betonte: „Kein Radweg in Hessen scheitert am Geld.“

Wer an der Verkehrswende arbeite, müsse auch die Bedingungen für den Radverkehr verbessern, so der Minister. Dazu gehöre eine Infrastruktur, die das Rad sicher und damit zum „gleichberechtigten Verkehrsmittel“ mache. Das Land mit seiner neu ausgerichteten Verkehrsbehörde Hessen Mobil helfe den Kommunen mit Know-how, Personal und Geld bei den Planungen. „Der Radwegebau nimmt an Fahrt auf“, versicherte Al-Wazir. Der verkehrspolitische Sprecher der FDP, Stefan Naas, widersprach: Statt Gelbem Trikot trage Hessen die rote Laterne. „Der Minister muss das Geld endlich auf die Straße bringen.“

Bilanz

27,3 Kilometer Radwege an Landesstraßen und 30,9 Kilometer an Bundesstraßen sind zwischen 2014 und 2020 in Hessen neu- oder ausgebaut worden. Im vergangenem Jahr kamen nochmal 5,2 Kilometer hinzu.

57,8 Kilometer Radwege an Landes- und Bundesstraßen wurden zwischen 2016 und 2020 saniert.

Für 2021 bis 2023 stehen 76,5 Millionen Euro für Nahmobilitätsprojekte der Kommunen bereit. Hinzu kommen zusätzlich 43 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land“.jur

Laut Al-Wazir sind 41 Kooperationsvereinbarungen mit Kommunen unterzeichnet, 22 Projekte hätten begonnen, eine Route sei fertig, eine andere im Bau. Denn wie bei allen Verkehrsprojekten brauche es seine Zeit, bis die Planung stehe, die Ausschreibungen fertig und die notwendigen Flächen erworben seien. „Die Bauphase selbst geht dann relativ schnell“, so der Minister.

Besonders zäh wird das Geschäft, wenn es sich um einen mehrere Kommunen betreffenden Radschnellweg handelt, von denen derzeit lediglich zwei konkret sind: die Verbindung Frankfurt – Darmstadt, die sogar schon im Bau ist, und die von Kassel nach Vellmar, die sich zumindest in der Planungsphase befindet. Von insgesamt 19 Machbarkeitsstudien sind acht abgeschlossen. Die extra breiten und möglichst kreuzungsfreien Radautobahnen sollen vor allem Pendlerinnen und Pendler davon überzeugen, dass es eine flotte Alternative zum Auto gibt.

Ein weiteres Projekt mit den Kommunen ist der Ausbau der Infrastruktur entlang der Landstraßen. Darum kümmert sich die neue 18-köpfige Taskforce von Hessen Mobil, wie auch um die Routen an Bundesstraßen. Wie im vergangenen Jahr, so sollen auch in diesem 8,2 Millionen Euro in Radwege an Landesstraßen fließen. Bei den Bundesstraßen sind es in diesem Jahr 13 Millionen Euro. Die Landesbehörde setze auf ein Miteinander und habe alle Verkehrsmittel im Blick, sagte Präsident Heiko Durth.

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