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Hessen: Mehr Geld für die Flüchtlingshilfe

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Von: Hanning Voigts

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In den hessischen Erstaufnahmestellen, hier ein Standort in Darmstadt, werden Geflüchtete auch beraten. Renate Hoyer
In den hessischen Erstaufnahmestellen, hier ein Standort in Darmstadt, werden Geflüchtete auch beraten. Renate Hoyer © Renate Hoyer

Die schwarz-grüne Koalition in Hessen gibt mehr Geld für die Rechtsberatung von Flüchtlingen aus. Der hessische Flüchtlingsrat begrüßt, dass ein Teil des Geldes an die Zivilgesellschaft geht.

Hessen will Beratungsangebote für geflüchtete Menschen stärken. Wie die Landtagsfraktion der Grünen mitteilte, soll die Rechtsberatung für Asylsuchende in den hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen in diesem und im nächsten Jahr mit 100 000 Euro unterstützt werden. Außerdem sollen jeweils 40 000 Euro an zivilgesellschaftliche Organisationen gehen, die schutzsuchende Menschen beraten, die am neuen Landesaufnahmeprogramm für Afghanistan teilnehmen wollen. Das Geld soll über Änderungsanträge der Koalitionsfraktionen von CDU und Grünen zum Doppelhaushalt für die Jahre 2023 und 2024 bereitgestellt werden.

In den Bereichen Migration und Flucht setzten die Grünen neben anderen Bereichen einen politischen Schwerpunkt, teilte Mathias Wagner mit, der Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion.

Hessen: Große Nachfrage nach Aufnahmeprogramm für Menschen aus Afghanistan

Der hessische Flüchtlingsrat begrüßte die Ankündigungen. „Wir freuen uns, dass die Landesregierung endlich den Beitrag der Zivilgesellschaft bei der Flüchtlingsaufnahme anerkennt“, sagte Timmo Scherenberg, der Geschäftsführer der Organisation. „Gerade in Bezug auf das Landesaufnahmeprogramm ist es wichtig, dass die Menschen, die ihre Angehörigen aus Afghanistan nach Hessen holen möchten, dabei unterstützt werden.“ Obwohl das Programm noch nicht gestartet sei, bekomme man jetzt schon jede Woche Dutzende Anfragen dazu, sagte Scherenberg.

Dass die Rechtsberatung in den Erstaufnahmeeinrichtungen gestärkt werden soll, findet der Flüchtlingsrat ebenfalls richtig. „Gerade die Beratung zu Beginn des Asylverfahrens ist enorm wichtig, damit die Antragsteller:innen wissen, worauf es im Asylverfahren ankommt“, sagte Scherenberg. Gute Beratung sei hierfür besonders wichtig. (Hanning Voigts)

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