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Sanierungsstau

Hessen: Lehrkräften fällt fast die Decke auf den Kopf

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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In einer Viernheimer Schule stürzt eine Zwischenkonstruktion ab. Die GEW mahnt dringend Sanierungen an.

In Viernheim in der Alexander-von-Humboldt-Schule ist die Decke des Lehrerzimmers eingebrochen. Verletzt wurde niemand. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mahnt, die Schulgebäude in Hessen schnellstens zu sanieren.

Geschehen ist das Unglück in den vergangenen Tagen. Offenbar hatte sich die abgehängte Zwischendecke gelöst und war auf Tische und Stühle gekracht. Das Lehrerzimmer war nicht besetzt, bemerkt wurde der Deckeneinsturz vom Hausmeister der kooperativen Gesamtschule, in der Haupt- und Realschule sowie ein Gymnasialzweig und eine Oberstufe unter einem Dach residieren.

„Schulelternbeirat, Schulleitung und die Stadt Viernheim setzen sich seit langem für eine umfassende Sanierung der noch aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts stammenden Teile der Schule ein“, heißt es dazu auf Anfrage aus dem Viernheimer Rathaus. Dies betreffe vor allem den großen Eingangsbereich der Schule mit Aufenthaltsflächen, die Aula und den Verwaltungstrakt, in dem sich auch das Lehrerzimmer befinde.

Vom Landratsamt des Kreises Bergstraße, der als Schulträger auch für den Unterhalt der Viernheimer Humboldt-Schule zuständig ist, war am Mittwoch dazu keine Stellungnahme zu erhalten.

„Beim Einsturz der Decke hätte es zu schweren Verletzungen und zum Tod von Kolleginnen und Kollegen kommen können. Es ist ein großes Glück, dass die Decke nicht im besetzten Lehrerzimmer heruntergekommen ist“, sagte die hessische GEW-Vorsitzende Birgit Koch. Es sei bezeichnend für den offenbar schlechten Zustand der Schule, dass sich der Kreis Bergstraße vor zwei Jahren als einer von zwei hessischen Landkreisen geweigert habe, Zahlen zu seinen Schulbauinvestitionen für eine wissenschaftliche Untersuchung zur Verfügung zu stellen, so Koch weiter.

GEW-Covorsitzende Maike Wiedwald verwies darauf, dass in den vergangenen Jahren weitere Schulen wegen Einsturzgefahr in den Schlagzeilen waren. Die Landesregierung müsse sich endlich mit den Investitionsrückständen an den Schulen auseinandersetzen. Diese sollten in den nächsten zehn Jahren flächendeckend und grundlegend modernisiert werden.

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