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Hessen: Kommunen erstellen Karten gegen Starkregen

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Von: Hanning Voigts

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Eine Starkregenkarte zeigt, wo sich bei extremem Regenfall das Wasser sammelt.
Eine Starkregenkarte zeigt, wo sich bei extremem Regenfall das Wasser sammelt. Foto: Monika Müller © Monika Müller

Immer mehr hessische Kommunen lassen sich Gefahrenkarten für den Fall extremer Regenfälle erstellen. Das Land bezuschusst die Karten, die gefährdete Gebiete ausweisen können.

Frankfurt hat eine, Offenbach auch, Wiesbaden und Kassel erstellen sie gerade: Angesichts der globalen Erwärmung, die Extremwetterereignisse wahrscheinlicher macht, lassen immer mehr hessische Städte sogenannte Starkregen-Gefahrenkarten erstellen. Solche Karten, die auf der Basis komplizierter Simulationen entstehen, zeigen an, wo sich im Falle besonders starken Niederschlags die Wassermassen sammeln und welche Gebiete und Gebäude sie besonders gefährden würden. Die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat im vergangenen Sommer deutlich gemacht, wie verheerend sich starke Regenfälle auswirken können.

Wie aus der Antwort der Hessischen Landesregierung auf eine Parlamentsanfrage der FDP hervorgeht, liegen für Frankfurt und Offenbach bereits Starkregenkarten für das gesamte Stadtgebiet vor, Wiesbaden hat bisher nur eine für die östlichen Stadtteile, lässt aber gerade den Rest erarbeiten. Die Region Kassel will ihre Starkregenkarte Ende des Jahres vorlegen.

Hessen: Das Land finanziert den Kommunen ihre Karten mit bis zu 100.000 Euro

Derartige Karten seien nicht nur für große, sondern auch für mittlere Kommunen sinnvoll, heißt es in der Antwort des Umweltministeriums von Priska Hinz (Grüne). Mit ihnen könnten Notfallpläne viel besser vorbereitet werden. Das Land berät die Kommunen bei der Beantragung solcher Karten und fördert deren Erstellung bis Ende des Jahres mit bis zu 100 00 Euro.

Im vergangenen Jahr wurden den Angaben zufolge 16 Kommunen mit gut 900 000 Euro unterstützt, darunter etwa Eschborn, Oberursel und Weilburg. Im Jahr 2020 hätten vier und 2019 drei Kommunen eine entsprechende Förderung beantragt, so das Ministerium.

(Hanning Voigts)

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