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Hessen: Keine Dienstmunition bei verdächtigem Polizisten gefunden

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Von: Hanning Voigts

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Ein hessischer Polizist steht unter Verdacht. Foto: dpa
Ein hessischer Polizist steht unter Verdacht. © Boris Roessler/dpa

Seit Mitte Juni ist bekannt, dass gegen einen hessischen Polizeibeamten ermittelt wird, weil er Dienstmunition unterschlagen haben soll. Bisher lässt sich der Verdacht nicht erhärten.

Bei dem hessischen Polizisten, der unter Verdacht steht, dienstliche Munition unterschlagen zu haben, wurden bislang keine verdächtigen Geschosse gefunden. Wie Florian Breidenbach, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiesbaden, der Frankfurter Rundschau am Freitag auf Anfrage sagte, habe eine Mitte Juni vorgenommene Hausdurchsuchung den Verdacht gegen den Mann nicht erhärten können. „Bei dem Beschuldigten konnten keine Munitionsteile aufgefunden werden, die dem Tatvorwurf zugeordnet werden können“, sagte Breidenbach.

Die Ermittlungen gingen dennoch mit Hochdruck weiter, so Breidenbach. Aktuell werde bei mehreren Polizeidienststellen aufwendig überprüft, ob überhaupt Dienstmunition fehle. Die Auswertungen, die das Hessische Landeskriminalamt vornehme, bräuchten Zeit.

Mitte Juni war durch einen Bericht der Frankfurter Rundschau bekanntgeworden, dass die Staatsanwaltschaft gegen einen hessischen Polizisten wegen des Anfangsverdachts der Unterschlagung von Munition ermittelt. Besondere Brisanz hat der Fall deshalb, weil die Ermittlungen ursprünglich von der Staatsanwaltschaft Schwerin begonnen wurden. Im Zuge der Ermittlungen gegen Marko G., einen früheren Elitesoldaten und Angehörigen eines Spezialeinsatzkommandos aus Mecklenburg-Vorpommern, war man dort auf E-Mails und Chatnachrichten gestoßen, die auf eine Unterschlagung durch den hessischen Beamten hindeuteten.

Marko G. ist Mitbegründer des rechtsextremen Netzwerks „Nordkreuz“ und war 2019 zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Bei ihm waren Sprengmittel, Waffen und Tausende Schuss Munition gefunden worden, darunter auch sogenannte Behördenmunition.

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