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Hessen: Kampf der Asiatischen Tigermücke

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Von: Jutta Rippegather

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Dengue lässt grüßen. dpa
Dengue lässt grüßen. dpa © Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa

Das Insekt legt seine Larven in Wasseransammlungen im Garten. Das Land bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Sie trägt Ringelstrümpfe und kann verschiedene Krankheitserreger übertragen; etwa das Dengue- und das Chikungunyavirus. Die Asiatische Tigermücke breitet sich seit 2018 in Hessen aus. Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) appelliert: „Machen Sie Ihr Grundstück Tigermücken-sicher.“

Dabei helfen soll ein neues Informationsblatt des Hessischen Prüfungs- und Untersuchungsamts im Gesundheitswesen. Außer allgemeinen Hinweisen zur Biologie des Insekts ist dort auch eine Checkliste für Grundstückseigentümer:innen zu finden. „Wir alle können dazu beitragen, die Gesundheitsgefährdung durch die Asiatische Tigermücke in Hessen gering zu halten“, sagt Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne). „Dazu sensibilisieren wir die Menschen für dieses Thema und wollen sie motivieren, selbst aktiv zu werden.“

Dies ist der richtige Zeitpunkt dafür. Spätestens im Juni bis in den Spätsommer hinein ist in hiesigen Breitengraden mit Stechmücken zu rechnen. Ihre Eier legt die Asiatische Tigermücke vorzugsweise in kleinen künstlichen Wasseransammlungen in Menschennähe ab. Regentonnen sollten deshalb abgedeckt, wassergefüllte Blumentopfuntersetzer vermieden werden. Ein weiterer Tipp: Gießkannen und Eimer umgedreht lagern und Wasser in Vogeltränken regelmäßig erneuern.

Das aus Südostasien stammende Insekt wurde unter anderem durch den Import von Autoreifen oder Glücksbambus nach Europa eingeschleppt. Bis dato hat sich die Tigermücke insbesondere in Baden-Württemberg dauerhaft angesiedelt und breitet sich von dort weiter nach Norden aus. In Hessen wurde sie erstmals 2018 nachgewiesen: in Frankfurt zuletzt 2019, seit 2019 in Oestrich-Winkel im Rheingau-Taunus-Kreis, 2021 auch in Flörsheim im Main-Taunus-Kreis sowie Hirschhorn am Neckar, im Kreis Bergstraße. Auf Wiesbadener Friedhöfen wurden im vergangenen Jahr Larven gefunden, jedoch keine ausgereiften Tiere. Expert:innen gehen davon aus, dass mit der Ausbreitung das Risiko der Krankheitsübertragungen steigt. Besonders gefährdet seien gut angebundene Ballungsgebiete mit geeigneten klimatischen Bedingungen wie etwa das Rhein-Main-Gebiet.

Um herauszufinden, wo sich das Tier bereits verbreitet hat, hat das Landesamt ein Monitoring etabliert. Dazu gehört eine Tigermücken-Meldestelle, an die sich die Bevölkerung wenden kann. Die E-Mail-Adresse für Sichtungen und Fänge – idealerweise mit Foto – lautet: klimaanpassung -muecken@hlpug.hessen.de

Mehr Informationen zum Thema unter: soziales.hessen.de

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