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Hessen: Kampagne gegen Wohnungseinbrüche

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Von: Jutta Rippegather

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Die Täter:innen verursachen nicht nur Sachschäden, sondern verängstigten Menschen, die sich in ihrer Wohnung anschließend oft nicht mehr sicher fühlen.
Die Täter:innen verursachen nicht nur Sachschäden, sondern verängstigten Menschen, die sich in ihrer Wohnung anschließend oft nicht mehr sicher fühlen. © Philipp von Ditfurth/dpa

Die Polizei passt auf und gibt Tipps zum Schutz. In Hessen sinkt die Zahl der Diebstähle

Der Trend zu weniger Wohnungseinbrüchen hält an. Begünstigt hat ihn die Pandemie. Während die hessische Polizei 2010 noch 6159 vollendete Wohnungseinbruchdiebstähle zählte, kamen im vergangenen Jahr nur noch 2039 Delikte zur Anzeige, teilte das Innenministerium am Montag mit. Dies entspreche einem Rückgang von fast 70 Prozent. Unter dem Stichwort „Sommerkampagne Wohnungseinbruch 2022“ will die Polizei die Entwicklung fördern – mit mehr Kontrollen im öffentlichen Raum und zusätzlichen Präventionsangeboten in ganz Hessen.

Coronaeffekt

Verantwortlich für den anhaltenden Rückgang sei der „kluge Maßnahmen-Mix der hessischen Polizei“ plus die bekannten Coronaeffekte, sagte Beuth. „Es gab in den vergangenen beiden Jahren deutlich weniger reisende Täter, und die Bürgerinnen und Bürger waren häufiger zu Hause, was die Tatgelegenheiten reduzierte.“ Trotz des starken Rückgangs werde die Polizei in ihrem Kampf gegen Wohnungseinbrüche nicht nachlassen. Die Täter:innen verursachten nicht nur Sachschäden, sondern verängstigten Menschen, die sich nicht mehr sicher fühlen.

Einbrüche ereigneten sich meist tagsüber, insbesondere während einer längeren Abwesenheit der Bewohner:innen, etwa wenn sie im Urlaub sind. Schlecht gesicherte Türen und Fenster erleichterten ihnen die Arbeit. Überfüllte Briefkästen, geschlossene Rollläden und dauerhaft geparkte Fahrzeuge signalisierten günstige Tatgelegenheiten. Auch Urlaubsbilder in sozialen Netzwerken oder Abwesenheitsnotizen auf privaten Mail-Accounts nutzten Täter:innen als Hinweis. In von Einbrüchen mehrfach betroffenen Gebieten biete die Polizei bis 4. September gezielt Aufklärungsaktionen an.

Coronaeffekt

7000 Informationsgespräche hätten die Expert:innen noch im Jahr 2019 hessenweit geführt. Wegen der Pandemie sank die Zahl der Beratungen im vergangenen Jahr auf rund 4600. Dabei erhalten Bürgerinnen und Bürger Tipps, wie sie vorbeugen können. Etwa zum Einbau von Sicherheitstechnik, die den Täter:innen die Arbeit erschwert oder sie im Idealfall ganz abschreckt.

www.polizei.hessen.de

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