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Hessen-Kabinett: Keine Überraschung

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Von: Jutta Rippegather

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Umweltministerin Priska Hinz will mehr Zeit für ihre Familie haben. Foto: Peter Jülich
Umweltministerin Priska Hinz will mehr Zeit für ihre Familie haben. © Peter Jülich

Hinz und Klose wollen auch nicht mehr. Verständlich

Erst Peter Beuth, jetzt Priska Hinz und Kai Klose von den Grünen. Sollte es im nächsten Jahr zu einer Neuauflage der schwarz-grünen Koalition in Wiesbaden kommen, dann werden die Karten komplett neu gemischt. Bis dahin sitzen drei Leute am Kabinettstisch, die sich schon aus der Landespolitik verabschiedet haben. Drei lame ducks - flügellahme Enten. Keine gute Nachrichten für die von Krisen verunsicherten Menschen im Land.

Mit dem Rückzug von Priska Hinz war zu rechnen. Zehn Jahre sitzt die 63-Jährige im nächsten Jahr im Umweltministerium. Zeit, das Staffelholz weiterzugeben. Der Abgang Kai Kloses kommt aus einem anderen Grund nicht überraschend. Der 48-Jährige hatte in dieser Corona-Legislatur das schwierigste Amt. Und ist gescheitert. Weil er das Ministerium nicht von den CDU-Verkrustungen befreit hat, als gesundheitspolitischer Novize mit dem Management der Pandemie überfordert war. Weil es ihm nicht gelungen ist, sein Ressort gegen Zugriffe aus der Staatskanzlei zu verteidigen. Am Ende bleibt als Macher Volker Bouffier in Erinnerung, Klose als sein Adjutant und als der ewige Mahner. Seine Entscheidung aufzuhören ist richtig.

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