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Hessen: Jugendring fordert „Krisenplan“ für Jugendarbeit

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Von: Hanning Voigts

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Jugendfeuerwehr, Pfadfinder:innen, Naturfreundejugend: Ohne Jugendverbände kann Jugend ganz schön öde sein.
Jugendfeuerwehr, Pfadfinder:innen, Naturfreundejugend: Ohne Jugendverbände kann Jugend ganz schön öde sein. Foto: Michael Schick © Michael Schick

Nach Corona, Inflation und hohen Energiekosten steckt auch die Jugendarbeit in Hessen in der Krise. Der Jugendring fordert anlässlich der in einem Jahr stattfindenden Landtagswahl konkrete Verbesserungen.

Ein knappes Jahr vor der nächsten hessischen Landtagswahl hat der Hessische Jugendring (HJR) eine umfangreiche Liste mit Forderungen an die Politik aufgestellt. Wie der Dachverband von mehr als 30 Jugendorganisationen in Hessen mitteilte, wurde das Papier am Wochenende bei einer Delegiertenkonferenz beschlossen, bei der sich auch der Vorstand neu aufstellte.

„Uns ist es wichtig, dass bei der Landtagswahl im kommenden Jahr den Interessen und Anliegen von Kindern und Jugendlichen Gewicht verliehen wird“, erklärte Mario Machalett, der Vorsitzende des HJR. Deshalb melde man sich frühzeitig mit eigenen Forderungen.

Die Jugendarbeit in Hessen steckt in großen Schwierigkeiten

Im HJR-Papier findet sich eine dramatische Schilderung der Lage der Jugendarbeit in Hessen. Nach der Corona-Pandemie mit ihren Problemen für Kinder und Jugendliche, Träger und Ehrenamtliche, hoher Inflation und steigenden Energiepreisen müsse das Land dringend handeln, „damit Orte und Angebotsstrukturen der Jugendarbeit, Selbstorganisationen von jungen Menschen und ehrenamtliche Strukturen nicht dauerhaft verloren gehen“, heißt es darin. Die Jugendarbeit in Hessen brauche einen „verbindlichen Krisenplan“, denn ohne gut aufgestellte Jugendarbeit könnten Jugendliche schlechter Selbstwirksamkeit erfahren, Kompetenzen entwickeln, Beziehungen knüpfen und Demokratie erleben.

Konkret fordert der HJR eine bessere Finanzierung für die Jugendarbeit, mehr hauptamtliche Stellen und strukturelle statt projektbezogener Förderung. Zudem will der Verband die Landespolitik auf einen sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft, mehr Rücksicht auf die Interessen junger Menschen und eine Senkung des Wahlalters bei Landtags- und Kommunalwahlen auf 16 Jahre verpflichten. (Hanning Voigts)

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