Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Frankfurter Polizei setzt Wasserwerfer gegen Gegner:innen von „Querdenken 69“ ein.
+
Die Frankfurter Polizei setzt bei einer Demo Wasserwerfer gegen Gegner:innen von „Querdenken 69“ ein.

Hessischer Innenminister

Wasserwerfer bei „Querdenken“-Demo: Beuth verteidigt Polizei-Einsatz

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
    schließen

Die Polizei in Frankfurt ging robust gegen „Querdenker“ und linke Gegendemonstrant:innen vor. Jetzt verteidigt Innenminister Peter Beuth das Vorgehen.

  • „Querdenker“-Demo in Frankfurt endet mit Wasserwerfereinsatz der Polizei.
  • Die Polizei ging auch rabiat gegen linke Gegendemonstrant:innen vor.
  • Innenminister Beuth rechtfertigt den Einsatz der Polizei.

Innenminister Peter Beuth (CDU) hat den Polizeieinsatz bei einer „Querdenker“-Demonstration am vorletzten Samstag in Frankfurt verteidigt. Er räumte allerdings ein, dass Vorwürfe über die Behinderung journalistischer Arbeit durch die Polizei noch nicht aufgeklärt seien.

Am 14. November waren rund 600 Gegner der Corona-Einschnitte vom Hauptbahnhof durch die Stadt gezogen, um am Rathenauplatz eine Kundgebung abzuhalten. Mehrfach versuchten linke Gruppen, den „Querdenker“-Aufzug zu blockieren, was auf der Kaiserstraße gelang. Der „Querdenker“-Szene gehören nach Beuths Angaben „Impf- und Mobilfunkgegner und Verschwörungstheoretiker“ an. „Vereinzelt“ sei eine Teilnahme von Rechtsextremisten und Reichsbürgern beobachtet worden.

Demo in Frankfurt: Wasserwerfer gegen beide Seiten

Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen beide Seiten ein. Zunächst seien am Hauptbahnhof rund 150 „vermummte, schwarz gekleidete und gewaltbereite Personen“ auf die „Querdenker“ zugestürmt, berichtete Beuth. Sie hätten nur mit Hilfe von Wasserwerfern und Schlagstöcken gestoppt werden können.

Am Ende des Demonstrationstages habe auch die „Querdenker“-Versammlung auf dem Rathenauplatz mit Wasserwerfer-Einsatz aufgelöst werden müssen, weil die Teilnehmenden sich geweigert hätten, den Platz zu verlassen. Zuvor hatte die Polizei die Kundgebung für aufgelöst erklärt, weil die Abstände nicht eingehalten und Mund-Nasen-Bedeckungen oft nicht getragen worden seien.

„Querdenker“-Demo in Frankfurt: Lange Gespräche zwischen Polizei und Versammlungsleiter 

Anders schilderte die Polizei nach Beuths Angaben den Beginn der „Querdenker“-Demo. Es habe zwar lange Gespräche zwischen der Polizei und dem Versammlungsleiter gebraucht, dann aber sei eine Mehrheit der Demonstrant:innen bereit gewesen, eine Maske anzuziehen.

Beim Start des Zuges hätten rund 90 Prozent der Teilnehmenden sich daran gehalten, sagte Beuth. Bei den übrigen zehn Prozent sei die Polizei davon ausgegangen, dass sie über eine ärztlich bescheinigte Befreiung von der Maskenpflicht verfügten. Augenzeugen der Veranstaltung hatten hingegen geschildert, dass von Anfang an ein weit höherer Prozentsatz ohne die vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung demonstriert habe.

Polizeieinsatz bei Demo in Frankfurt: Journalisten beklagen Einschränkungen

Mehrere Journalist:innen und Fotograf:innen hatten berichtet, dass sie von der Polizei rüde abgedrängt und anderweitig an der Arbeit gehindert worden seien. Beuth sagte, ihm seien lediglich die Vorwürfe der Deutschen Presseagentur (dpa) und von zwei Personen bekannt, die als Mitarbeiter der Satirezeitschrift „Titanic“ vor Ort waren. Letztere hätten die Aufforderung, ihren Presseausweis vorzuweisen, als Behinderung aufgefasst. Der Beschwerde der dpa werde nachgegangen. Er versicherte: „Die Pressefreiheit wird von der hessischen Polizei gewährleistet.“

Die nächste Bewährungsprobe steht am 12. Dezember an. Für dieses Datum mobilisieren die „Querdenker“ erneut für eine Demonstration in Frankfurt. (Pitt von Bebenburg)

In Frankfurt demonstrierten erneut Querdenker. Dass die Polizei Wasserwerfer bei der Corona-Gegendemo einsetzte, welche die Hygieneregeln einhielt, ist schwer zu ertragen. Ein Kommentar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare