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Hessen

Hessen: Ideen für eine bessere Geburtshilfe

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Fachleute und Betroffene erstellen Handlungsempfehlungen für die hessische Landesregierung. Der Hebammenberuf soll aufgewertet werden.

Mehr hebammengeleitete Kreißsäle und eine Hebammen-Vermittlungshomepage: Das sind zwei Punkte auf der Liste der Handlungsempfehlungen, die die Geburtshilfe in Hessen und die Situation der Hebammen verbessern soll. Erstellt hat sie der mit Fachleuten und Betroffenen besetzte „Runde Tisch Geburts- und Hebammenhilfe“, den Sozialminister Kai Klose (Grüne) vor zwei Jahren initiiert hatte. „Nun wird sich die Landesregierung mit diesen Empfehlungen auseinandersetzen“, sagte Klose.

Das Gremium empfiehlt unter anderem die Stärkung sogenannter interdisziplinärer Fallkonferenzen, in denen alle Beteiligten zusammenarbeiten – etwa bei einer Risikoschwangerschaft, so dass die Frau umfassend betreut und unterstützt wird. Es befürwortet Förderkonzepte für hebammengeleitete Kreißsäle. Auf Zustimmung stieß der Vorschlag des Deutschen Hebammenverbands, eine Vermittlungshomepage sowie eine dazugehörige App einzuführen. Das Sozialministerium möge untersuchen, ob und wie es die Digitalisierung der Hebammen und Geburtshäuser unterstützen könne, befand das Gremium. Des Weiteren empfiehlt es, die Niederlassung von Hebammen in Praxen vor Ort finanziell zu fördern.

Auf positives Echo stieß die angekündigte Akademisierung der Hebammenausbildung. Vom kommenden Sommersemester an stehen dafür pro Jahr 142 Plätze in Frankfurt und Fulda zur Verfügung.

Als der „Runde Tisch“ im Mai 2019 erstmals zusammenkam, hatte Minister Klose eingeräumt, es gebe in Hessen „unstrittig eine schwierige Situation“ bei der Geburtshilfe. Wenige Wochen zuvor hatte etwa das Heilig-Geist-Hospital in Bensheim und das Diakonie-Krankenhaus Wehrda in Marburg angekündigt, ihre Geburtsstationen schließen zu müssen – teils mangels Hebammen, teils mangels Ärztinnen oder Ärzten. Immer wieder berichteten Schwangere von ihrer Not, eine Hebamme zu finden. Ein Dauerbrenner.

Arbeitsgrundlage des Gremiums waren die Handlungsempfehlungen des wissenschaftlichen Beirats aus dem Gutachten zur Hebammenhilfe, das Kloses Vorgänger Stefan Grüttner (CDU) noch in Auftrag gegeben hatte. An dem „Runden Tisch“ saßen Vertreterinnen und Vertreter der Geburts- und Hebammenhilfe, der Eltern, Hebammenschulen, Ärzteschaft, Krankenkassen und Kommunalen Spitzenverbände.

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