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Jungwölfe suchen sich meist im Alter von 10 bis 22 Monaten ein eigenes Territorium.
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Jungwölfe suchen sich meist im Alter von 10 bis 22 Monaten ein eigenes Territorium.

Natur

Hessen hat jetzt zwei Wolfspaare

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Im Kreis Hersfeld-Rothenburg hat sich das nächste Duo zusammengetan. Die Gefahr für Weidetiere hält sich bislang in Grenzen.

Immer mehr Wölfe fühlen sich in Hessen wohl. So wohl, dass sie nicht mehr einsam durch die Gegend streifen, sondern Familien gründen. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg hat sich das zweite hessische Paar gebildet. Anders als bei seinen Artgenossen im Rheingau-Taunus gibt es bei diesem Paar zurzeit noch keinen Nachwuchs. Die Paarungszeit von Wölfen ist Ende Februar/Anfang März. Nach rund neun Wochen werden im Schnitt vier bis sechs Welpen geboren.

Den Beleg für Familie Nummer zwei liefere eine Videoaufnahme, teilte das Wolfszentrum Hessen am Mittwoch mit. Sie zeige zwei Tiere, die unmittelbar nacheinander mit Urin markieren. Nach bundesweitem Standard für das Wolfsmonitoring gelte dies als Nachweis für eine Paarbildung. Ob es sich bei den Exemplaren um die als in der Region als sesshaft geltende Fähe mit dem Kürzel GW1142f handele, sei nicht zu klären. Gleiches gelte für den mehrfach in der Umgebung nachgewiesenen Rüden GW1939.

Unabhängig davon sei bei Gelnhausen im Main-Kinzig-Kreis ein einzelner Wolf von einer Wildtierkamera fotografiert worden. In dem Landkreis war in den Jahren 2015 und 2019 je ein weibliches Tier im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Als ansässig gelten derzeit neben den beiden Paare drei Einzeltiere.

Hinzu kommen Reisende: „In ganz Hessen ist mit durchziehenden Wölfen zu rechnen“, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie mit, welches das Wolfszentrum betreibt. Dessen Aufgabe ist unter anderem das Monitoring der Situation der Wölfe in Hessen mithilfe von Wildkameras sowie das Sammeln von Hinweisen aus der Bevölkerung. Als zentrale Anlaufstelle zum Thema Wolf berät das Zentrum auch Tierhalterinnen und Tierhalter, die sich um ihre Schafe oder Rinder sorgen. Das Land gewährt ihnen finanzielle Unterstützung im Fall von Rissen oder für den Bau von Schutzzäunen.

Für Thomas Norgall vom hessischen Bund für Umwelt und Naturschutz ist dieser Weg erfolgreich. Der Nachweis des zweiten Paars zeige, dass die Besiedlung sich weiter fortsetze. „Trotzdem gab es in diesem Jahr mit einem Kalb und zwei Schafen nur sehr wenige Nutztierrisse“, so Norgall. „Das zeigt, dass diese Problematik bisher in Hessen keine große Bedeutung hat.“

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