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Hessen: Grüne bezeichnen AfD-Mitarbeiter als Rassisten

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Von: Hanning Voigts

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Ein Wahlplakat der in Teilen rechtsextremen AfD in Frankfurt. Foto: Christoph Boeckheler
Ein Wahlplakat der in Teilen rechtsextremen AfD in Frankfurt. Foto: Christoph Boeckheler © Christoph Boeckheler

Klaus-Peter Kaschke arbeitet für die AfD im hessischen Landtag. Wegen Hasspostings aus der Vergangenheit kritisieren die Grünen, damit habe ein Rassist Zugang zum Landtag.

Die Grünen im hessischen Landtag kritisieren die AfD-Fraktion dafür, dass sie mit Klaus-Peter Kaschke einen Mann als Pressereferenten beschäftigt, der in der Vergangenheit mit rassistischen Facebook-Kommentaren aufgefallen ist. Mit Kaschke gewähre die in Teilen rechtsextreme Partei „einem Rassisten Zugang zum Parlament“, urteilte der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Jürgen Frömmrich. Damit zeige sich erneut, dass der Versuch der AfD, sich einen bürgerlichen Anstrich zu geben, „krachend gescheitert ist“.

Der aus Erfurt stammende Kaschke, der in der Vergangenheit als Journalist und Fotograf tätig war, arbeitet seit Anfang vergangenen Jahres als Pressereferent für die AfD-Fraktion im hessischen Landtag. Zuvor hatte er diese Funktion bereits für die AfD-Fraktion im Landesparlament von Baden-Württemberg inne. Davor, im Jahr 2016, hatte die AfD-Rathausfraktion in Wiesbaden Kaschke kurz nach einer Anstellung gekündigt, weil islamfeindliche und rassistische Facebook-Postings von ihm bekannt geworden waren. Kaschke hatte unter anderem von „zickenbärtigen Analphabeten“ gesprochen und demokratische Parteien als „Hassprediger“ und „Terrorpaten“ bezeichnet.

Hessen: Der AfD-Referent soll auch in der letzten Zeit im Netz gehetzt haben

Anlass für die Kritik der Grünen ist ein Bericht des „Wiesbadener Kurier“, demzufolge Kaschke auch in seiner Zeit in Wiesbaden weiter in den sozialen Netzwerken pöbelt, etwa gegen die schwedische Klimaschützerin Greta Thunberg oder die Bundesregierung, die er als „hirntot“ bezeichnet habe.

Robert Lambrou, Fraktionschef der AfD, teilte der FR auf Nachfrage mit, diese neuen Postings seien ihm nicht bekannt gewesen. Seine Fraktion werde „den Sachverhalt sehr zeitnah auf der nächsten Fraktionssitzung besprechen“. (Hanning Voigts)

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