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Hessen: Große Bestürzung nach Amokfahrt in Berlin

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Von: Hanning Voigts

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Ein 29 Jahre alter Mann hatte sein Auto nahe der Berliner Gedächtniskirche in eine Schulklasse gesteuert. Foto: afp
Ein 29 Jahre alter Mann hatte sein Auto nahe der Berliner Gedächtniskirche in eine Schulklasse gesteuert. Foto: afp © AFP

Bei einer mutmaßlichen Amokfahrt in Berlin wurde eine hessische Lehrerin getötet und mehrere ihrer Schülerinnen und Schüler verletzt. Die hessische Landespolitik ist entsetzt.

Die mutmaßliche Amokfahrt von Berlin, bei der am Mittwochabend eine Lehrerin aus Bad Arolsen getötet und 14 Menschen verletzt wurden, darunter auch Schüler:innen aus der nordhessischen Stadt, hat in Hessen Bestürzung ausgelöst. „Diese schockierende Nachricht aus Berlin macht mich fassungslos und tief betroffen“, teilte Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) mit. Seine Gedanken seien bei den Opfern, „die voller Freude auf einer Klassenfahrt in der Hauptstadt waren“, so der neue Regierungschef. „Den Hinterbliebenen der verstorbenen Lehrerin spreche ich mein tief empfundenes Beileid aus.“ Man habe dem Land Berlin jegliche Unterstützung angeboten.

Hessens Kultusminister Alexander Lorz teilte mit, man habe umgehend Notfallbetreuungsteams nach Bad Arolsen geschickt, um allen Lehrkräften, Angehörigen und Schüler:innen möglichst gut beizustehen. „Neben der Aufklärung dieses Vorfalls ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler über die traumatischen Erlebnisse sprechen können“, sagte Lorz. Ein Team sei zudem auf dem Weg nach Berlin, „um den Jugendlichen vor Ort sowie ihren Eltern zur Seite zu stehen“.

Hessen: Auch die Landtagspräsidentin ist schockiert

Die neue Präsidentin des Hessischen Landtages, die CDU-Politikerin Astrid Wallmann, zeigte sich über den Vorfall ebenfalls tief betroffen. „Der Hessische Landtag ist in Gedanken bei den Angehörigen der getöteten Lehrerin, und wir hoffen, dass die Verletzten wieder vollständig genesen“, sagte Wallmann in Wiesbaden. „Ebenso denken wir an die Kinder und Passanten, die diese Schreckensfahrt vor Ort miterleben mussten.“ Der Vorfall erinnere sie an die Amokfahrt beim Rosenmontagszug in Volkmarsen vor zwei Jahren, teilte Wallmann mit. Sie hoffe auf eine rasche und vollständige Aufklärung der Hintergründe der Tat.

Auch die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion im Landtag, Daniela Sommer, sprach den Betroffenen und ihren Angehörigen ihr Mitgefühl aus. „Unsere tiefe Anteilnahme gilt den Hinterbliebenen der getöteten Lehrerin, die um einen geliebten Menschen trauern müssen“, sagte Sommer. „Ich wünsche denen, die zum Opfer des noch unerklärlichen Geschehens in Berlin wurden, dass ihre körperlichen Verwundungen und das seelische Trauma rasch geheilt werden können.“

Die Fraktionen im Landtag sprechen den Opfern ihr Mitgefühl aus

Ebenso entsetzt zeigte sich Mathias Wagner, der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag. Man trauere und fühle mit den Betroffenen und ihren Angehörigen, sagte Wagner. „Den Verlust und den Schrecken kann unsere Anteilnahme nicht mildern, aber die Opfer sind nicht alleine in ihrem Schmerz.“ Es sei unbegreiflich, „wie und warum ein Mensch eine solch grausame Tat verüben kann“, so der Grünen-Politiker. „Wir wünschen den Verletzten eine schnelle und vollständige Genesung, die psychischen Folgen der Amoktat werden sie noch lange verfolgen.“

Der hessische FDP-Fraktionschef René Rock teilte mit, seine Fraktion sei traurig und fassungslos. „Was als schöne Klassenfahrt begann, endete in einem Alptraum“, sagte Rock. Via Twitter meldete sich auch die Bundesvorsitzende der Linkspartei, Janine Wissler, zu Wort. „Die Nachricht vom Tod einer Lehrerin aus Bad Arolsen sowie zahlreichen verletzten Schülerinnen und Schülern ist erschütternd“, twitterte Wissler. Allen Betroffenen gelte ihre „tief empfundene Anteilnahme“.

(Hanning Voigts)

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