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Lohnlücke

Hessen: Gleicher Lohn für alle steigert Arbeitgeberattraktivität

  • Helen Schindler
    VonHelen Schindler
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Das Sozialministerium und das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur der Goethe-Uni widmen sich der Lohngleichheit. Dabei zeigt sich: Die Pandemie könnte auch eine Chance für Frauen sein.

Noch immer verdienen Frauen weniger als ihre männlichen Kollegen. Besonders deutliche Lücken gibt es im Mittelstand und in Betrieben mit hohem Altersschnitt, zeigt der Hessische Lohnatlas. Dabei kann Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern die Arbeitgeberattraktivität steigern, wie das Sozialministerium und das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (Iwak) der Goethe-Universität in einer gemeinsamen Veranstaltung gezeigt haben.

Ein pragmatischer Grund für eine gleiche Bezahlung ist die Bekämpfung des Fachkräftemangels. In Anbetracht dessen, dass immer mehr „Babyboomer“ aus dem Erwerbsleben ausscheiden, sei die Gewinnung von Frauen als Fach- und Führungskräfte unverzichtbar. Gleiche Bezahlung, gleiche Aufstiegschancen und flexibles und mobiles Arbeiten könnten attraktive Faktoren sein. Die Unternehmen Adobe Systems und Salesforce werben damit, dass Frauen und Männer bei ihnen gleich viel verdienen. Das habe durchaus positive Effekte: Sie würden als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen, hätten Wettbewerbsvorteile in der Fachkräftegewinnung und verzeichneten bessere Performances.

Auch die Corona-Pandemie verändert das Arbeitsleben: Zeitlich und räumlich flexibles Arbeiten werde tagtäglich gelebt; feste Arbeitszeiten in Präsenz stellten nicht mehr die notwendige Voraussetzung für optimale Arbeitsergebnisse dar, so Christa Larsen, Geschäftsführerin des Iwak. Davon profitierten vor allem diejenigen, die familiäre und berufliche Anforderungen vereinbaren müssen. Die Entwicklung biete demnach eine Chance für Frauen.

Außerdem etabliere sich bei hochqualifizierten Paaren eine gerechtere Form der Arbeitsteilung zu Hause, sagt Claudia Globisch vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Nürnberg. Männer übernähmen während des Homeoffices mehr familiäre Verpflichtungen als vor der Pandemie.

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