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Hessen: Gespräche über mehr Impfangebote

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Von: Hanning Voigts

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Die Landesregierung will die Kapazitäten erhöhen, die Kassenärztliche Vereinigung aber ist gegen gegen neue Impfzentren.

Die hessische Landesregierung denkt wegen der steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus darüber nach, wie die Impfkapazitäten im Land wieder erhöht werden können. Man stehe mit den Landkreisen und Städten sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KV) im Austausch darüber, „wie das bestehende – und bis Ende Oktober wenig nachgefragte – Angebot erweitert werden kann, um der erfreulicherweise gestiegenen Nachfrage zu begegnen“, teilte das Sozialministerium der Frankfurter Rundschau am Freitag auf Anfrage mit.

Schon mit der Schließung der 28 hessischen Impfzentren Ende September habe man die Kommunen mit einem Erlass aufgefordert, „mobile Impfangebote und an die regionale Nachfrage angepasste stationär betriebene Impfstellen vorzuhalten“. Die Kosten solcher Angebote würden schon jetzt jeweils zur Hälfte vom Bund und vom Land getragen. Ansonsten setze man bei den Impfungen vor allem auf die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Diese seien auch „einfacher und schneller zu erreichen als wenige zentrale Impfstellen“.

Booster auch für Jüngere

In der Diskussion um einen Ausweg aus der aktuell laufenden vierten Welle der Coronavirus-Pandemie setzen viele Expert:innen vor allem auf eine höhere Impfquote. Vor allem ältere und vorerkrankte Menschen sollen auch eine dritte Impfung, eine sogenannte Booster-Impfung, erhalten, weil der durch zwei Impfungen aufgebaute Schutz nach einigen Monaten abnimmt.

Ein Sprecher der KV Hessen sagte der FR, angesichts des Infektionsgeschehens sei klar, „dass wir uns alle gemeinsam Gedanken machen müssen“. Nach aktuellem Stand gehe man aber nicht davon aus, dass wieder größere Impfzentren gebraucht würden. Diese seien organisatorisch aufwendig und teuer. Booster-Impfungen könnten auch in den Hausarztpraxen verabreicht werden, zumal nicht alle Geimpften gleichzeitig eine dritte Dosis bräuchten. Auch Impfskeptiker erreiche man mit einem Impfzentrum nicht unbedingt besser, sagte der Sprecher.

Grundsätzlich empfehle die KV den Ärztinnen und Ärzten, sich bei den Booster-Impfungen nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission zu richten und vor allem Menschen über 70 Jahren ein drittes Mal zu impfen, da diese besonders gefährdet seien.

Das bedeute aber nicht, dass jüngere Menschen nicht geboostert werden sollten. „Wer eine Booster-Impfung haben will, soll eine bekommen.“

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