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Hessen: Geld aus Opferfonds steht bereit

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Von: Hanning Voigts

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Der Opferfonds richtet sich auch an die Opfer des Terroranschlags von Hanau. Foto: Peter Jülich
Der Opferfonds richtet sich auch an die Opfer des Terroranschlags von Hanau. © peter-juelich.com

Betroffene von Terroranschlägen oder anderen schweren Gewalttaten können ab sofort Hilfe aus dem Opferfonds des hessischen Landtages beantragen. Insgesamt stehen pro Jahr zwei Millionen Euro bereit.

Hessinnen und Hessen, die seit Anfang 2019 in ihrem Bundesland Opfer einer schweren Gewalttat oder eines Terroranschlags geworden sind, können ab sofort Geld aus dem neuen Opferfonds des Landes beantragen. Das Antragsformular und weitere Informationen finden sich auf der Internetseite des hessischen Landtages. Wer Hilfe aus dem im Juli vom Parlament einstimmig beschlossenen Fonds bekommt, entscheidet ein elfköpfiger Beirat.

Anträge

Alle Informationen zum Opferfonds sowie die entsprechenden Formulare finden sich im Netz unter www. hessischer-landtag.de/content/opferfonds

In der Regel werden Opfern von Anschlägen oder schweren Gewalttaten „von „landesweiter Bedeutung“ 10 000 Euro als einmalige Unterstützung gezahlt. Ein materieller Schaden muss dabei nicht unbedingt nachgewiesen werden. Bei schweren Gesundheitsschäden oder anderen langfristigen Beeinträchtigungen kann die Hilfe bis zu 30 000 Euro betragen. In besonderen Härtefällen, insbesondere bei Todesfällen nach Terroranschlägen, können Angehörige der Opfer bis zu 100 000 Euro erhalten. Der Fonds wird jährlich mit zwei Millionen Euro aus Landesmitteln ausgestattet.

Das Ziel des Opferfonds ist es, Opfer und ihre Angehörigen unbürokratisch zu unterstützen. Die Opfer des rassistischen Terroranschlags von Hanau im Februar 2020 hatten kritisiert, dass der Fonds auch Opfern anderer Gewalttaten offensteht.

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