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Hessen: Gebraucht werden Master und Meister

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Hessens Meisterprämie beträgt 1000 Euro und liegt damit im Ländervergleich am unteren Ende der Tabelle.
Hessens Meisterprämie beträgt 1000 Euro und liegt damit im Ländervergleich am unteren Ende der Tabelle. © Imago (Symbolbild)

SPD fordert kostenfreie Meisterausbildung und die Gleichstellung aller Bildungswege

Die Opposition im Hessischen Landtag zieht an einem Strang und macht sich für eine kostenlose Meisterausbildung für junge Hessinnen und Hessen stark. Die SPD-Abgeordnete Elke Barth betonte in einer Debatte, dass es unbedingt nötig sei, die akademische mit der beruflichen Bildung gleichzusetzen. Beide sollten kostenlos sein.

Die Regierungskoalition argumentiert, dass es in Hessen bereits seit 2018 eine Meisterprämie gebe, die im vergangenen Jahr an insgesamt 3000 Menschen ausgezahlt wurde. Abgeordnete Birgit Heiland von der CDU stellt fest: „Mich verwundert dieser Antrag der SPD, da selbst auf Bundesebene in der Ampelkoalition lediglich von einer Kostensenkung gesprochen wird und nicht von einer kostenfreien Ausbildung.“

Hessens Meisterprämie beträgt 1000 Euro und liegt damit im Ländervergleich am unteren Ende der Tabelle. Lediglich in Berlin sieht es noch schlechter aus: Da gibt es gar keine Prämie. An der Spitze des Vergleichs steht unter anderem Bremen, wo die Absolvent:innen eine Prämie von insgesamt 4000 Euro erhalten.

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir spricht sich dafür aus, dass die Debatte ein ganz anderes Thema in den Mittelpunkt stellt. Anstatt sich weiterhin auf die Meisterprämie zu konzentrieren, sei es viel wichtiger, ein Auge auf den Generationenwechsel zu werfen, der in den nächsten Jahren stattfinden werde. „Für die vielen Betriebsübergänge brauchen wir vielleicht eine Gründungsprämie“, erklärt er und betont dabei auch, dass mit der Meisterprämie bereits eine gute Basis für Absolvent:innen geschaffen worden sei und diese Theamtik nicht im Fokus stehen sollte.

In einer Sache sind sich sowohl Regierungsparteien als auch die Parteien der Oppostioin jedoch einig: Ausbildungsberufe müssen ansprechender gestaltet werden. Marcus Hofmann von den Grünen formuliert das so: „Handwerk ist cool und kann auch durchaus sexy sein.“ (Paula Tauber)

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