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Schleusingen: Ein Schild vor einer Gaststätte verweist auf die aktuell noch geltenden coronabedingten 2-G-Einlassregeln. Da im Landkreis die Inzidenzen über 1500 liegen, soll die Gastronomie ganz schließen.
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Corona hat die Lage der Gastronomie noch erschwert.

Hessen

Gaststätten-Programm stockt – aber die Regierung feiert es

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Hessens schwarz-grüne Landesregierung freut sich über Förderbewilligungen für 47 Gaststätten. Dem Gaststättenverband Dehoga ist das viel zu wenig.

Gaststätten in Dörfern oder im Grünen haben es schwer, sich zu behaupten. Das gilt in Corona-Zeiten mehr als ohnehin schon. Wenn dann noch das Ambiente des Lokals trübe oder die Küchentechnik veraltet ist, bleibt die Kundschaft aus, und das Gaststättensterben setzt sich fort.

Nur 47 Bewilligungen

Dem will die schwarz-grüne Landesregierung etwas entgegensetzen. Doch ihr Förderprogramm funktioniert nicht so gut, wie es sich der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga wünschen würde. Lediglich 47 Bewilligungen erteilte die Landesverwaltung den Dorfgaststätten, wie Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Donnerstag bekanntgab. Ihre Modernisierungsarbeiten würden mit 1,7 Millionen Euro gefördert. „Das ist nicht sonderlich viel“, findet der hessische Dehoga-Hauptgeschäftsführer Julius Wagner. „Da geht noch viel mehr.“

Nach seiner Kenntnis lag die Zahl der abgelehnten Anträge weit höher als die Zahl der Bewilligungen. Oft sei es darum gegangen, dass Unterlagen unvollständig gewesen seien, hätten ihm Betroffene gemeldet. „Das wäre in der Mehrzahl der Fälle durch eine Nachfrage der Verwaltung lösbar gewesen“, ist Wagner überzeugt.

Drei Angebote nötig

Zudem sei es manchen Gastronom:innen nicht gelungen, die geforderten drei Angebote von Handwerksbetrieben für Umbauarbeiten rechtzeitig einzuholen, weil auch diese überlastet seien. „Da trifft Verwaltung auf Wirklichkeit“, stellt der Gaststätten-Lobbyist bitter fest.

Die schwarz-grüne Landesregierung verkaufte das Programm hingegen als Erfolg. Das im Herbst gestartete Programm sei „gut angelaufen“, urteilte der CDU-Landtagsabgeordnete Markus Meysner. Sein Grünen-Kollege Frank Diefenbach befand, das Programm setze „an der richtigen Stelle an“. Es sei „überall in Hessen angekommen“, konstatierte Ministerin Hinz.

Vom Gerät bis zum kompletten Umbau

Sie berichtete, die Fördersummen variierten stark. Sie reichten von 8000 Euro für Küchengeräte und die Anschaffung neuer digitaler Systeme bis hin zu 160 000 Euro für einen kompletten Umbau von Gaststätte und Küche sowie die Anschaffung eines Fahrzeugs für Wareneinkauf und Catering.

Sowohl die Ministerin als auch die schwarz-grünen Abgeordneten stellten nicht die aktuell genehmigten 1,7 Millionen Euro in den Mittelpunkt, sondern die insgesamt zehn Millionen Euro, die noch für das Programm bereitstehen. Die verbliebene Summe soll in weiteren Förderrunden in diesem und im nächsten Jahr fließen.

Dehoga-Mann Julius Wagner will mit dem Ministerium möglichst noch im Januar besprechen, wie das Programm besser laufen kann. Er gehe davon aus, so Wagner, „dass wieder zwischen 150 und 300 Anträge gestellt“ würden.

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