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Hessen: Furcht vor zahlreichen Unterrichtsausfällen

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Von: Peter Hanack

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DIe Lehrergewerkschaft GEW rechnet mit vielen Erkrankten. Die FDP will weniger Quarantäne. Und dann sind da noch die Abschlussprüfungen.

Mit Blick auf das Ende der hessischen Weihnachtsferien am nächsten Montag hat der FDP-Landtagsabgeordnete Moritz Promny gefordert, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um Präsenzunterricht zu gewährleisten. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) macht sich für offene Schulen stark, fürchtet aber zugleich massive Ausfälle des Schulbetriebs aufgrund der Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante.

Die Defizite seien noch immer groß, kritisiert GEW-Landesvorsitzender Thilo Hartmann. So seien zahlreiche Klassenräume nicht mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet. Die Impfquote bei Kindern unter zwölf Jahren sei noch sehr gering. Die Auswirkungen von Omikron auf den Schulbetrieb reichten von einer zunehmenden Zahl krankheits- oder quarantänebedingt fehlender Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler bis hin zur vollständigen Schließung von zumindest einzelnen Schulen.

Prüfungen anpassen

Sinnvoll sei es, die Quarantäne zu verkürzen, um Ausfälle geringzuhalten, sagt Promny, der bildungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion. Wer nachweislich nicht infektiös und nicht erkrankt sei, müsse nicht in Quarantäne bleiben.

„Nach fast zwei Jahren Corona-Krise muss dauerhafter Präsenzunterricht Priorität haben“, fordert Promny und erinnert an die entstandenen Lernrückstände sowie die sozialen und gesundheitlichen Schäden, die Schülerinnen und Schüler durch die Schulschließungen der Vergangenheit erlitten hätten. Nötig sei es, verstärkt Impfaktionen an den Schulen anzubieten und engmaschig zu testen.

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hatte am Mitwoch angekündigt, dass die Schulen am Montag mit Präsenzunterricht beginnen sollen. In Gebäuden gilt Maskenpflicht auch im Unterricht, Ungeimpfte müssen sich dreimal in der Woche testen.

GEW-Chef Hartmann forderte wegen der Unterrichtsausfälle Erleichterungen bei den Abschlussprüfungen. Bislang fehle dazu eine verbindliche Aussage seitens des Kultusministeriums. In den beiden vorangegangenen Jahrgängen hatte es Anpassungen bei den Prüfungen gegeben, beispielsweise mehr Vorbereitungszeit oder eine größere Auswahl bei den zu bearbeitenden Aufgaben.

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