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Hessen: Frauenmilchbank für das ganze Land

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Von: Jutta Rippegather

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Hessens erste Frauenmilchbank ging im Sommer 2019 in Frankfurt in Betrieb. Michael Schick
Hessens erste Frauenmilchbank ging im Sommer 2019 in Frankfurt in Betrieb. Michael Schick © Michael Schick

Land weitere Hilfe für Frühgeborene aus. Und will hebammengeleitete Kreißsäle fördern.

Hessen weitet die Frauenmilchbank auf das ganze Land aus. Außerdem will das Sozialministerium Möglichkeiten suchen, Kliniken bei der Einrichtung eines Hebammengeleiteten Kreißsaals finanziell zu unterstützen. Der dritte Punkt betrifft, die Niederlassung von Hebammen. Auch die will Hessen unterstützen, teilte das Sozialministerium am Mittwoch mit.

Hebammengeleiteter Kreißsaal

Am Dienstag hatte der Runde Tisch Zukunftsprogramm Geburts- und Hebammenhilfe in Hessen unter Leitung Minister Kai Klose (Grüne) zum siebten Mal getagt. Im Mittelpunkt der Gespräche standen den Angaben zufolge die bereits angestoßenen Projekte zur Verbesserung der Geburts- und Hebammenhilfe in Hessen. Er zeigte sich zufrieden: „Durch die unterschiedlichen Perspektiven von Fachleuten und Betroffenen sind bereits viele Ideen geboren und Initiativen auf den Weg gebracht worden.“ Etwa der Hebammengeleitete Kreißsaal, für den das Ministerium gemeinsam mit Expert:innen ein Konzept erarbeitet hat, das beim Treffen des Runden Tischs vorgestellt, diskutiert und begrüßt wurde. Im nächsten Schritt werde das Ministerium prüfen, wie es an diesem Vorhaben interessierte Kliniken finanziell unterstützen kann. Es diene dazu, wieder mehr Hebammen für die klinische Geburtshilfe zu gewinnen. Sie können ihre Kompetenzen voll einbringen und auf Augenhöhe mit der Ärzteschaft arbeiten.

Hebammenversorgung verbessern

Der Runde Tisch hatte die Niederlassungsförderung empfohlen. Davon sollen auch Geburtshäuser profitieren können. Dritter Tagesordnungspunkt war die Ausweitung der Frauenmilchbank auf ganz Hessen. Die Anregung zu einem solchen Angebot kam ebenfalls vom Runden Tisch. Im Juli 2019 wurde sie an der Uniklinik in Frankfurt etabliert, um Frühgeborene und erkrankte Neugeborene von Beginn optimal versorgen zu können – auch dann, wenn die Milch ihrer leiblichen Mutter nicht ausreicht. „Das Projekt hat sich regional bewährt – nun sorgen wir mit der Ausweitung auf das ganze Land dafür, dass alle Säuglinge, die diese Hilfe benötigen, auch von diesem wichtigen Angebot profitieren können“, sagte Klose.

Für die Umsetzung liegt bereits ein Konzept vor, das das Ministerium unterstützt. Die Ergebnisse zeigten, dass eine solche Zusammenarbeit fruchte: „Die besprochenen Projekte belegen eindrucksvoll, wie wichtig und wirkungsvoll der Runde Tisch zur Hebammenversorgung in Hessen ist.“

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