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Hessen: Frankfurt, Darmstadt und Offenbach altern nicht

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Von: Hanning Voigts

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Die Menschen in Deutschland sind immer älter. In Frankfurt dagegen ist das Durchschnittsalter gesunken.
Die Menschen in Deutschland sind immer älter. In Frankfurt dagegen ist das Durchschnittsalter gesunken. © Rolf Oeser

Die deutsche Bevölkerung wird älter. Nur in sechs Kommunen ist das Durchschnittsalter seit dem Jahr 2000 nicht angestiegen – darunter sind drei hessische Großstädte.

Drei von bundesweit nur sechs Kommunen, in denen das Durchschnittsalter der Bevölkerung in den vergangenen 20 Jahren gleich geblieben oder gesunken ist, liegen in Hessen. Darauf hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB) mit Sitz in Wiesbaden hingewiesen. Laut der Behörde, die sich bei ihren Angaben auf die Statistikämter des Bundes und der Länder stützt, lag das Durchschnittsalter in Frankfurt Ende 2020 bei 40,9 Jahren, Ende des Jahres 2000 waren es noch 41,9 Jahre gewesen. In Darmstadt sank das Durchschnittsalter im selben Zeitraum von 41,8 auf 41 Jahre. In Offenbach waren die Menschen Ende 2020 wie schon Ende 2000 im Durchschnitt 40,8 Jahre alt.

Die einzigen weiteren von insgesamt 401 Kommunen in Deutschland, in denen die Bevölkerung – entgegen dem Bundestrend – zwischen Ende 2000 und Ende 2020 jünger geworden ist, sind Leipzig (42,3 statt 43,2 Jahren), Regensburg (41,6 statt 42,1 Jahren) und die bayerische Landeshauptstadt München (41,6 statt 42 Jahren). Relativ moderat war die Alterung auch in Kassel (42,6 statt vorher 42,4 Jahren). Im Durchschnitt mehr als sechs Jahre gealtert sind dagegen viele Kommunen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Die hessische Kommune mit der stärksten Alterung ist der Odenwaldkreis. Hier stieg das Durchschnittsalter von 40,7 Jahren Ende 2000 auf 46,2 Jahre Ende des Jahres 2020.

Demografie-portal

Hessen steht noch bis April im Fokus auf dem Online-Demografieportal von Bund und Ländern. Unter der Adresse www.demografie-portal.de finden sich auf der Seite zahlreiche Informationen zum demografischen Wandel. Durch die „Ländermonate“ wird reihum ein Schwerpunkt auf ein bestimmtes Bundesland gelegt.

Engagement und die Bedeutung des Ehrenamts stehen bei der Präsentation von Hessen im Vordergrund.

Insgesamt schreitet die Alterung der Bevölkerung in Deutschland laut BIB seit Jahren voran, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Gründe dafür sind eine niedrige Geburtenrate und die steigende Lebenserwartung. Zur Jahrtausendwende lag das bundesweite Durchschnittsalter noch bei 41,1 Jahren, mittlerweile ist es auf 44,6 Jahre gestiegen. Weltweit gehört die Bundesrepublik zu den Staaten mit den ältesten Bevölkerungen. Die durchschnittlich jüngsten Menschen hat unter den Flächenländern Baden-Württemberg mit 43,8 Jahren, die durchschnittlich ältesten Sachsen-Anhalt mit 48,1 Jahren.

Dass hessische Kommunen dem Trend zur Alterung teils widerstehen, wertet die Hessische Landesregierung als Zeichen für die Attraktivität des Landes vor allem für jüngere Menschen. „Gerade die Metropolregion Frankfurt und Rhein-Main ist natürlich ein äußerst attraktiver städtischer Raum mit einer weltweit hohen Anziehungskraft“, sagte Axel Wintermeyer, der Chef der Hessischen Staatskanzlei, der auch Demografie-Beauftragter der Landesregierung ist.

Die Landesregierung verfolge eine „aktive, ressortübergreifende Demografiestrategie“, die Entwicklungen erkenne und auch mit der Alterung verbundene Chancen nutze, so Wintermeyer. Beispiele für Maßnahmen: die staatliche Förderung bürgerschaftlichen Engagements, Maßnahmen zur Fachkräftesicherung und zur Erhaltung gleicher Lebensbedingungen in der Stadt und auf dem Land.

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