Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hessen

Hessen fördert Psychiatrie-Projekte gegen Zwang

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
    schließen

Das Land sucht Konzepte, die Alternativen zum Zwang aufzeigen. Auch Selbsthilfe wird gestärkt.

Hessen will beispielhafte Projekte fördern, die sich zum Ziel setzen, Zwang in der Psychiatrie zu vermeiden oder zu verringern. Zudem will das Land erstmals Projekte der psychiatriebezogenen Selbsthilfe finanziell unterstützen, kündigte das Sozialministerium am Freitag an. Am selben Tag hatte die Frankfurter Rundschau über einen Patienten berichtete, der tagelang fixiert worden war und bis heute an den Folgen leidet. Im Interview warf Angehörigenvertreter Manfred Desch dem Land vor, die zugesagte Modernisierung der Psychiatrie nicht zu liefern.

Desch begrüßte am Freitag die Ankündigung aus Wiesbaden. Betonte zugleich, dass es Situationen gibt, in denen es keine Alternative zu Zwang gebe. „Das muss aber immer mit emphatischen Nachgesprächen begleitet werden“, sagte Desch der FR. „Dem steht zu oft ein krasser Personalmangel oder mangelnde Weiterbildung im Wege.“ Die Förderung der Selbsthilfe sei lange versprochen und komme gerade noch rechtzeitig. Auch erneuerte er seine Forderung, als sogenannte Ex-In weitergebildete Psychiatrie-Erfahrene in die Hilfsstrukturen mit einzubeziehen.

Wie es in der Mitteilung des Ministeriums heißt, können sich gemeinnützige oder als mildtätig anerkannte Selbsthilfe-Initiativen bewerben. Die Laufzeit ende zum 30. September 2023. Pro Projekt stehen demnach vom 1. August an bis zu 20 000 Euro jährlich zur Verfügung. Bei Erfolg sollen die Ergebnisse in die Fläche getragen werden, sagte Minister Kai Klose (Grüne). Förderfähig seien etwa Kooperationsnetzwerke, der Einsatz von Dokumentationssystemen oder das Entwickeln zwangsvermindernder Konzepte.

Mehr Informationen:

https://hessenlink.de/HMSI163

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare