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Wenn die Flüchtlinge in Deutschland sind, sind sie meist auf Hilfe angewiesen.
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Wenn die Flüchtlinge in Deutschland sind, sind sie meist auf Hilfe angewiesen.

Hessen

Hessen finanziert lebensrettende Asylberatung

Geld des Landes Hessen ermöglicht der Diakonie mehr Stellen zur Hilfe für Schutzsuchende in der Erstaufnahme. Damit kommt man einem flächendeckenden Angebot „ein Stück näher“, urteilt der Wohlfahrtsverband.

Menschen, die in Deutschland Asyl suchen, kennen oft weder ihre Rechte noch die komplizierten Verfahren, die sie durchlaufen müssen. Deswegen unterhält die Diakonie schon seit Jahren eine unabhängige Verfahrensberatung in den hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen. Für manche Menschen auf der Flucht könne die Rechtsberatung im Asylverfahren „lebensentscheidend“ sein, stellt der hessische Diakonie-Chef Carsten Tag fest.

Drei Stellen zusätzlich

Nun beteiligt sich das Land Hessen erstmals an der Finanzierung dieser Leistung, dadurch kann die Zahl der Stellen für Beraterinnen und Berater aufgestockt werden. Künftig stehen knapp drei Stellen zusätzlich zur Verfügung. Insgesamt sind es dann 7,2 Stellen.

Das teilte am Donnerstag die Landtagsfraktion der Grünen mit, die auf diese Beteiligung gedrungen hatte. Gerade angesichts absehbar steigender Flüchtlingszahlen sei es wichtig, „die zu uns kommenden Menschen bestmöglich zu beraten und zu unterstützen“, sagte Grünen-Fraktionschef Mathias Wagner. Die Beratung leistet nach seiner Einschätzung einen wesentlichen Beitrag, um Asylverfahren fair und zügig zu bearbeiten. „Eine gute, unabhängige Rechtsberatung unterstützt Flüchtlinge dabei, berechtigte Asylanträge möglichst schnell durchzubekommen. Sie hilft aber auch dabei, Schutzsuchende vor aussichtslosen Verfahren mit teilweise hohen Kosten für die Betroffenen zu bewahren“, sagte der Grünen-Politiker.

Koalitionsvertrag zum Teil umgesetzt

Damit wird eine weitere Passage des Koalitionsvertrags von CDU und Grünen teilweise umgesetzt. Darin heißt es: „Humanität in der Flüchtlingspolitik bedeutet für uns unter anderem die unabhängige Rechtsberatung in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes finanziell zu fördern, eine Altfallregelung für lange hier lebende Flüchtlinge auf den Weg zu bringen und den Schulbesuch für Kinder in der Erstaufnahmeeinrichtung frühzeitig zu ermöglichen“. Diakonie-Chef Carsten Tag urteilte, mit der finanziellen Förderung komme Hessen „dem Ziel, einer flächendeckenden unabhängigen Asylverfahrensberatung für alle Schutzsuchenden ein Stück näher“.

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