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Hessen

Hessen: Finanzamt aus dem Homeoffice

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Die hessische Steuerverwaltung hat sich in Corona-Zeiten umgestellt und zahlreiche Anliegen telefonisch bearbeitet. Der Effizienz habe das nicht geschadet.

Während der Corona-Zeit sind viele Steuererklärungen von Beschäftigten der Finanzämter im Homeoffice bearbeitet worden. Es habe trotz dieser Situation „keinerlei Nachlassen der Bearbeitungsdauer“ gegeben, konstatiert Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) erfreut.

Am Freitag stellte er den Jahresbericht der Oberfinanzdirektion (OFD) Frankfurt gemeinsam mit OFD-Präsident Jürgen Roßberg und Finanzpräsidentin Susanne Friedrich vor. Roßberg versicherte, dass „alle Aufgaben“ der Finanzverwaltung auch aus dem Homeoffice erledigt werden könnten. Es habe „keinerlei Vorkommnisse“ gegeben, dass das Steuergeheimnis tangiert sei, indem etwa Familienangehörige von Finanzbeamten oder andere Personen Einblick in Unterlagen genommen hätten.

Der OFD-Präsident berichtete weiter, dass auch die Steuerfahndung und die Betriebsprüfung erfolgreich tätig gewesen seien – selbst wenn sie auf den Infektionsschutz Rücksicht nehmen mussten. „Durch ihre konsequente und kompetente Arbeit konnte ein Mehrergebnis in Höhe von annähernd einer Milliarde Euro erzielt werden“, freute sich Minister Boddenberg.

Finanzbehörden

Mehr als 12 000 Beschäftigte sind in der hessischen Steuerverwaltung tätig.

35 Finanzämter gibt es in Hessen. Die Oberfinanzdirektion in Frankfurt übt die Fach- und Rechtsaufsicht über diese Ämter aus.

Der Telefonservice aller hessischen Finanzämter ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Das gilt auch für die hessenweite Service-Hotline unter 0800 / 522 533 5. pit

Zugleich versuchen die Behörden und der Finanzminister, rechtzeitig zu erkennen, wo neue Tricks genutzt werden, um Steuern zu vermeiden. Sieben Ermittlungsgruppen arbeiten daran, dem organisierten Steuerbetrug auf die Schliche zu kommen. Seit 2010 hätten sie 1,9 Milliarden Euro an zusätzlichen Steuern eingetrieben. Hier gehe es um Cum-Ex-Betrügereien oder Umsatzsteuerbetrug im Autohandel.

Immer häufiger nutzen die Finanzbehörden Methoden von künstlicher Intelligenz, um mit Hilfe von großen Datenmengen möglicher Steuerhinterziehung auf die Spur zu kommen. „Steuerbetrugsbekämpfung und Big Data sind nicht mehr auseinanderzuhalten“, formulierte Roßberg.

Im Corona-Jahr 2020 halfen zahlreiche Bedienstete der Finanzverwaltung in anderen Behörden aus, um etwa Anträge auf Wirtschaftshilfen zu prüfen. Derzeit seien 180 von ihnen noch im Einsatz, sagte Minister Boddenberg.

Da Finanzämter zeitweise geschlossen waren oder nur mit Einschränkungen öffnen konnten, war der telefonische Service besonders gefragt. „Über 95 Prozent der Bürgeranliegen können telefonisch erledigt werden“, berichtete Oberfinanzpräsident Roßberg.

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