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Hessen: Europa-Geld hilft Jobsuchenden

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Von: Pitt von Bebenburg

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Bildungsträger in Hessen unterstützen Menschen mit schlechten Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dafür stellt die EU eine Millionensumme bereit. Aber die Unterstützung reicht nur bis Ende 2022

Menschen mit psychischen Problemen sollen früher Hilfe bekommen, damit sich ihre Chancen auf einen Job verbessern. Das ist eines der Ziele des Projekts „Psychische Gesundheit Arbeitswelt Hessen“, das mit Geld der Europäischen Union (EU) in Gang kommt und von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe umgesetzt wird.

Mit einem Coaching in hessischen Jobcentern solle erreicht werden, dass psychische Erkrankungen arbeitsloser Menschen zuverlässig erkannt und kompetent behandelt werden, sodass sie eher eine Arbeit bekommen, berichtete der hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Donnerstag in Wiesbaden. Dort stellte er insgesamt 24 Vorhaben vor, die von der EU mit mindestens 41 Millionen Euro bezahlt werden. Die Finanzierung läuft allerdings nur bis Ende dieses Jahres.

Davon profitiert nicht nur das Projekt für die psychische Gesundheit. Es geht auch um andere Menschen, die sonst schlechte Chancen am Arbeitsmarkt hätten. So will der Träger „Bildungsprofis“ im Frankfurter Stadtteil Sossenheim „Familien gezielt für die Integration in Arbeit und Ausbildung aktivieren“. In Offenbach heißt ein ähnliches Projekt, das von der gemeinnützigen GmbH Starthaus zusammen mit dem Jobcenter initiiert wird, „Family fit“.

Die berufliche Integration von Frauen sollen die „digitalwomen“ verbessern, indem sie ermöglichen digitale Kompetenzen zu erwerben. Dieses Projekt wird in Frankfurt, Darmstadt, Dieburg und Rüsselsheim angeboten. Mehrere Träger konzentrieren sich darauf, den Wiedereinstieg von Frauen in ländlichen Regionen zu unterstützen.

Technische Ausstattung

Hessenweit können sich Bildungsträger über eine bessere Ausstattung mit Computern und anderen technischen Geräten für die digitale Welt freuen. Dies ist der größte Posten in dem 41-Millionen-Euro-Programm. Organisiert wird die Umsetzung von der Regiestelle „Digilift“, die dabei helfen soll, „den durch die Pandemie ausgelösten Digitalisierungsschub“ aufzugreifen. Neben der technischen Ausstattung wird auch die Qualifizierung der Mitarbeitenden von Bildungs- und Qualifizierungsträgern bezahlt.

Minister Klose sprach von einem „guten Fundament für die weitere Arbeit“. Die Projekte seien innovativ und stellten damit Beispiele guter Praxis für ganz Hessen bereit. „Ich bin davon überzeugt, dass sie weit über 2022 hinaus wirken“, fügte der Grünen-Politiker hinzu.

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