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Hessen: Eine bessere Polizei

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Von: Jutta Rippegather

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Hessische Polizeianwärter und -anwärterinnen bei ihrer Vereidigung.
Hessische Polizeianwärter und -anwärterinnen bei ihrer Vereidigung. © Sebastian Gollnow/dpa

Von einer Reform profitieren vor allem die Polizistinnen und Polizisten selbst. Der Kommentar.

Hessens Polizei macht sich auf den Weg. Der wird lang sein, denn so schnell ist ein streng hierarchisch strukturierter Apparat mit 20.000 Beschäftigten nicht zu reformieren. Eine von Externen oder auch „par ordre du mufti“ verordnete Veränderung würde auf Widerstand stoßen. Die Polizei muss sich von innen verändern. Die Beschäftigten müssen trotz aller Überlastung und allem Stress einsehen, dass sie am Ende die Gewinner sind. Sie haben es in der Hand, ihr ramponiertes Image aufzupolieren. Sie haben die Chance, Veränderungen anzuregen, die ihren Arbeitsalltag und das Klima in den Revieren nachhaltig verbessern. Unter rassistischen oder sexistischen Sprüchen leidet jede:r Demokrat:in.

Gemeinsam zu einer besseren Polizei: Diese optimistische Botschaft muss von dem Prozess ausgehen. Schwarze Schafe haben keine Chance. Missstände werden nicht unter den Tisch gekehrt, sondern offen benannt gegenüber der Kollegenschaft und der Öffentlichkeit, und auch das Informationsrecht der Presse darf nicht mit Füßen getreten werden. Das stärkt das Vertrauen, unter dessen Verlust derzeit jeder gute Polizist, jede gute Polizistin in Hessen leidet. Noch ist es zu früh, um die Wirkung der überragenden Arbeit der Expertenkommission beurteilen zu können. Bislang hat ihr Bericht nicht viel mehr als Diskussionen angestoßen. Ob daraus mehr wird, liegt maßgeblich in den Händen von Innenminister Beuth.

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