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Hessen: Die Forderungen der Jugend

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Von: Jutta Rippegather

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Ratschlag beim ersten Landesjugendkongress Hop.
Ratschlag beim ersten Landesjugendkongress Hop. Nele Prinz © nele prinz

Beim dreitägigen Jugendkongress Hop trafen sich 120 Leute. Ihre Diskussionen mündete in eine To-do-Liste für die Abgeordneten.

Es war richtig viel los: Rund 120 junge Leute haben sich drei Tage lang in den Räumen des Hessischen Landtags zum ersten Landesjugendkongress Hop getroffen. Zum Schluss überreichten die 14- bis 25-Jährigen den Landespolitiker:innen ihre Forderungen: unter anderem Barrierefreiheit und einen starken öffentlichen Nahverkehr, ein kostenloses Nahverkehrsticket für junge Auszubildende und Förderung des Ehrenamts - zum Beispiel durch ein Gratisticket. Den Klimagesetzentwurf soll die Landesregierung überarbeiten, Menstruationsartikel in öffentlichen Einrichtungen kostenlos bereitstellen.

Reform für PoWi

In 16 Themenfeldern tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Interessen, Bedürfnisse und Wünsche aus. Insgesamt verständigten sie sich auf 48 Forderungen: So sehen sie in den Schulen Bedarf für eine Reform des PoWi-Unterrichts, fest verankerte Unterrichtseinheiten zu Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit. Für Kinder und Jugendliche soll es niedrigschwellige Beratungsstellen geben. Formate zur Teilhabe stehen ebenfalls auf der Liste - auf kommunaler Ebene und landesweiter wie der Jugendkongress Hop. Bei einer Folgeveranstaltung am 19. Juni wollen die Teilnehmenden wieder die Landtagsabgeordneten treffen, um zu erfahren, was bis dahin mit den Forderungen passiert ist.

Hop (Hands On Participation) ist ein Projekt des Hessischen Jugendrings in Kooperation mit dem Landtag. Gefördert wird es durch das Hessische Sozialministerium im Rahmen des Jugendaktionsprogramms. Die Werbung erfolgte in Schulen und Jugendeinrichtungen.

48 Wünsche

An den ersten beiden Tagen diskutierten Teilnehmende aus ganz Hessen in Kleingruppen ihre Perspektiven, Meinungen und Ideen zu den Themen, erörterten politische Lösungsansätze und formulierten Forderungen. Diese dokumentieren sie auf Flipchart, um sie den anderen zugänglich zu machen. Bei der abschließenden Abstimmung im Plenum wurden die 48 Wünsche mehrheitlich befürwortet.

Im nächsten Schritt werden die Themensessions ausführlich dokumentiert. Die an den Dia-logrunden teilnehmenden Abgeordneten sind eingeladen, Themenpatenschaften zu übernehmen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür Sorge zu tragen, dass die Forderungen Eingang finden in den parlamentarischen Raum, heißt es in der Bilanz.

http://hop-landesjugendkongress.de

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