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Neue Corona-Regeln in Hessen – Diese Maßnahmen gelten ab heute

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Von: Erik Scharf, Sebastian Richter

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Ein Schild mit der Aufschrift „Zutritt nur mit FFP-2-Maske“ steht am Eingang zu einem Geschäft in Darmstadt.
In Hessen gelten neuen Corona-Regeln. (Symbolbild) © Frank Rumpenhorst/dpa

Hessen lockert von Montag (07.02.2022) an die Corona-Regeln. Eine Übersicht zu den Maßnahmen für Einzelhandel, Gastronomie, Veranstaltungen und Co.

Frankfurt – Die Inzidenz in Hessen ist auf einem Rekordhoch. Am Dienstag (25.01.2022) lag der Durchschnittswert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen erstmals im vierstelligen Bereich. Hauptursache ist die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante.

Dennoch hat die hessische Landesregierung die bisherigen Corona-Regeln gelockert. Bei einer Sitzung in Wiesbaden beschloss das Corona-Kabinett Änderungen bei Maskenpflicht, Großveranstaltungen und 2G+-Auflagen im Einzelhandel. Außerdem steht der Wegfall der Hotspot-Regelung jetzt fest. Letztere wurde angesichts der hohen Fallzahlen in ganz Hessen obsolet – die Inzidenz beträgt derzeit (Stand 06.02.2022) überall ein Vielfaches des Wertes, ab dem ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt als Hotspot galt. Die neuen Corona-Regeln treten am Montag (07.02.2022) in Kraft und sind zunächst bis 6. März befristet.

Corona-Regeln in Hessen: Welche Kontaktbeschränkungen gelten

Die Corona-Regeln zu Kontaktbeschränkungen haben sich in Hessen nicht geändert. Es gilt weiterhin:. „Jede Person ist angehalten, sich so zu verhalten, dass sie sich und andere keiner vermeidbaren Infektionsgefahren aussetzt“, wie es in der aktuellen Corona-Schutzverordnung heißt. Konkret bedeutet das für den öffentlichen Raum, dass maximal 10 Personen zusammenkommen dürfen.

Ausnahme: Ist mindestens eine Person weder geimpft noch von einer Corona-Infektion genesen, sind nur die Angehörigen des eigenen Haushalts plus maximal zwei Personen eines weiteren Haushalts gestattet. Als ein Haushalt gelten auch Eheleute und Paare, die keinen gemeinsamen Wohnsitz haben. Kinder unter 14 Jahren und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, sind ausgenommen. Im privaten Bereich werden diese Regeln „dringend empfohlen“ und sind nicht verpflichtend.

Corona in Hessen: Diese Regeln gelten bei Veranstaltungen

Bei öffentlichen Veranstaltungen im Innenbereich mit mehr als zehn Personen gilt 2G+, alle Teilnehmer müssen also geimpft beziehungsweise genesen sein und zusätzlich ein negatives Testergebnis vorweisen können. An hessischen Veranstaltungsorten mit einer Kapazität von über 250 Menschen muss die Teilnehmerzahl auf 30 Prozent der maximalen Auslastung verringert werden. Außerdem gilt eine Höchstzahl von 4000 Teilnehmern.

Für öffentliche Veranstaltungen im Außenbereich mit mehr als zehn Teilnehmern gilt 2G, alle Teilnehmer müssen also geimpft oder genesen sein. Ab 250 Teilnehmern brauchen in Hessen alle Beteiligten zusätzlich einen Negativnachweis, es gilt 2G+. An Veranstaltungsorten mit über 250 verfügbaren Plätzen wird die Kapazität auf maximal 50 Prozent beschränkt. Höchstens 10.000 Teilnehmer dürfen eingelassen werden.

2G+-Besonderheit: Bei Geboosterten, geimpften Genesenen, frisch doppelt Geimpften (90 Tage nach Impfung) und frisch Genesenen (90 Tage nach positiven Test) entfällt die Pflicht zu einem Test.

Diese Corona-Regeln gelten für Hessens Gastronomie

Für die Gastronomie gilt in Hessen 2G+, also müssen Gäste geimpft oder genesen sein und zusätzlich ein negatives Testergebnis vorweisen. Bei Geboosterten, geimpften Genesenen, frisch doppelt Geimpften (90 Tage nach Impfung) und frisch Genesenen (90 Tage nach positiven Test) entfällt die Pflicht zu einem Test.

Clubs, Diskotheken und Tanzlokale dürfen als Bar oder Kneipe öffnen. Es gilt aber ein Tanzverbot.

Hessen: Diese Corona-Regeln gelten im Einzelhandel

Im Einzelhandel ist die 2G-Regel außer Kraft gesetzt. Es wird also nicht mehr zwischen Grundbedarf und dem übrigen Einzelhandel unterschieden. Nachweis-Kontrollen am Eingang entfallen in sämtlichen Geschäften. Allerdings gilt nun in allen Geschäften eine FFP2-Maskenpflicht für alle über 16 Jahren – auch in Supermärkten.

Corona-Regeln in Hessen: Was für Reiserückkehrer gilt

Für Reiserückkehrer, die beispielsweise über den Flughafen Frankfurt nach Hessen bzw. überhaupt nach Deutschland einreisen, wird in Sachen Regeln zwischen Geimpften und Ungeimpften unterschieden. Zudem ist entscheidend, ob die Einreise aus einem Hochrisikogebiet oder gar Virusvariantengebiet erfolgt. Folgende Regeln gelten:

Für Geimpfte:

Digitale EinreiseanmeldungCorona-TestQuarantäne
Kein Risikogebietneinneinnein
Hochrisikogebietjaneinnein
Virusvariantengebietjaja, nur PCR14 Tage*

*Ausnahme: Wenn der Impfstoff vor der vorherrschenden Corona-Variante schützt oder das Gebiet vor Ablauf der Quarantäne heruntergestuft wird.

Für Ungeimpfte:

Digitale EinreiseanmeldungCorona-TestQuarantäne
Kein Risikogebietneinjanein
Hochrisikogebietjaja10 Tage*
Virusvariantengebietjaja, nur PCR14 Tage

*Freitesten nach fünf Tagen möglich

Corona in Hessen: Diese Quarantäne-Regeln gelten

Seit Mitte Januar (17.01.2022) gelten in Hessen angepasste Regeln bei der Quarantäne. Für Infizierte und deren Haushaltsangehörige ist nun eine zehntägige Isolation vorgeschrieben. Nach sieben Tagen können Corona-Infizierte sich durch einen Schnelltest bei einer Teststelle oder einen PCR-Test freitesten. Personen, die von der Testpflicht bei 2G+ befreit sind, müssen als Haushaltsangehörige nicht in Quarantäne.

Für Beschäftigte in Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen gelten Sonderregeln: Eine Arbeitsaufnahme ist nur nach Freitestung mit einem PCR-Test möglich, und zwar nach sieben Tagen. Voraussetzung dafür ist, dass man mindestens 48 Stunden symptomfrei ist. Schüler und Kleinkinder können sich bereits nach fünf Tagen mit einem Test befreien.

Für Kontaktpersonen von infizierten Menschen ordnet das zuständige Gesundheitsamt die Quarantäne an.

Corona in Hessen: Am Arbeitsplatz gilt 3G – in der Schule wird getestet

Grundsätzlich soll Beschäftigen in Hessen ermöglicht werden, im Home-Office zu arbeiten. Ist Präsenz am Arbeitsplatz aber notwendig, so gilt dort die 3G-Regel. Ungeimpfte müssen im Zweifel selbst für Testnachweise an allen Arbeitstagen sorgen.

Schüler in Hessen lernen derzeit im Präsenzunterricht. Pro Woche benötigen sie drei Negativ-Nachweise. Im Schulgebäude gilt die Maskenpflicht. Bei einem Coronafall in der Klasse sieht die Corona-Schutzverordnung in Hessen 14 Tage tägliche Tests vor. Das Testangebot gilt auch für geimpfte und genesene Schülerinnen und Schüler. (esa/spr)

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