1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Landespolitik

Hessen: Corona-Impfung nur noch in Arztpraxen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jutta Rippegather

Kommentare

Der Schutz vor Infektion wird durch Impfstoffe erhöht.
Der Schutz vor Infektion wird durch die neuen Impfstoffe erhöht. © dpa/(Archivbild)

Die Gesundheitsämter ziehen sich zum Jahresende aus der Versorgung zurück. Bis zu 600 000 Spritzen pro Woche hat die Ärzteschaft verabreicht.

Die Nachfrage nach Impfstoff gegen das Corona-Virus ist rückläufig. 23 900 Menschen ließen sich in der Kalenderwoche 49 (5. bis 11. Dezember) spritzen. Eine Woche später waren es lediglich 19 491. Jeweils vier Fünftel der Impfungen erfolgten in Arztpraxen, teilte das Sozialministerium mit.

Aus für die ambulanten Teams

Diese werden jetzt diese Aufgabe wieder alleine übernehmen. „Wir überführen in Hessen die Corona-Impfungen in die Regelstruktur der Ärzteschaft.“ Grund dafür ist die Veränderung der aktuellen Corona-Impfverordnung des Bundes zum Jahresende. Die soll zwar übergangsweise verlängert werden, doch die hälftige Finanzierung der Impfangebote des Öffentlichen Gesundheitsdienstes entfällt und damit die der Impfzentren oder ambulanten Teams, die in den vergangenen Monaten vielerorts unterwegs waren. Die Entscheidung ist ein Ergebnis des jüngsten Treffens der Impfallianz aus Ärzte- und Apothekerschaft, der Kommunen und des Sozialministeriums.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, Eckhard Starke, versicherte, dass die Kolleg:innen das schaffen: „Wie leistungsfähig die ambulante Versorgung beim Impfen ist, haben die hessischen Arztpraxen vor etwa einem Jahr noch einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt, als es in der Spitze mehr als 600 000 Impfungen gegen das Coronavirus pro Woche gab.“ Knapp 70 Prozent sei in den Praxen verabreicht worden. „Sie sind also durchaus auch jetzt in der Lage, die im Moment nachgefragten Impfungen allein und ohne andere Strukturen zu schultern.“

Grippeimpfung jetzt

Gesundheitsminister Klose erneuerte abschließend seinen Impf-Appell: „Die Menschen, die von der aktuellen Stiko-Empfehlung erfasst sind und noch keine zweite Auffrischimpfung erhalten haben, rufe ich erneut eindringlich dazu auf, sich mit ihrer Arztpraxis in Verbindung zu setzen und sich beraten zu lassen.“ Zudem sei es jetzt die richtige Zeit, um sich auch gegen Influenza immunisieren zu lassen, die Grippe. „Sogar beide Impfungen gleichzeitig zu erhalten, ist möglich. Also schützen Sie sich und lassen Sie sich impfen.“

Auch interessant

Kommentare