Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

dpa_20090101_201208-90-0102
+
Bald gilt in Offenbach nicht nur eine Maskenpflicht.

Hessen

Bouffier verfügt Ausgangssperren

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
    schließen

Auf Hotspots in Hessen kommen harte Einschnitte zu. Dazu gehören nächtliche Ausgangssperren und Alkoholverbote.

Hessen verhängt eine nächtliche Ausgangssperre in hoch mit Corona belasteten Regionen. Das kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Dienstag im hessischen Landtag an. Dies habe die schwarz-grüne Landesregierung am Montagabend beschlossen.

Davon müssen sich die Menschen in Offenbach von Freitag an einrichten, wenn die Infektionszahlen so hoch bleiben. Auch der Kreis Offenbach, der Kreis Groß-Gerau und der Main-Kinzig-Kreis könnten betroffen sein. Die Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr soll ab Freitag in Städten und Landkreisen gelten, die „dauerhaft“ eine Sieben-Tage-Inzidenz von 200 Infektionen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern aufweisen. Was das genau heißt, führte Bouffier nicht aus. Das Sozialministerium teilte mit, die Regelungen hätten Geltung für Hotspots, an denen die Inzidenz für mindestens drei Tage über 200 liegt.

Hessen verhängt in den Hotspots außerdem ein Verbot des Alkoholkonsums in der Öffentlichkeit, und zwar zu jeder Tageszeit. Auch diese zusätzliche Einschränkung gilt von Freitag an und zunächst bis zum 10. Januar. Die Schritte seien „erforderlich, geeignet und nach meiner Meinung auch verhältnismäßig“, bekundete Bouffier. SPD-Fraktionschefin Nancy Faeser reagierte zurückhaltend. Sie hatte gefordert, die Opposition einzubinden. Nun habe die Regierung „alleine entschieden“, bemängelte sie.

Einschränkungen für Silvester „sehr wahrscheinlich“ 

Ministerpräsident Bouffier machte deutlich, dass „insbesondere für die Silvesterzeit“ weitere Einschränkungen „sehr wahrscheinlich“ seien. Derzeit gilt der Beschluss der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, dass dann ebenso wie an Weihnachten zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten plus Kinder zusammenkommen dürfen. Bouffier appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, die Grenzen nicht auszureizen. Schon heute sei klar, „dass an Silvester öffentliche Feiern, Feuerwerke und Ähnliches nicht stattfinden können“. Die Situation sei „nach wie vor sehr angespannt und es besteht kein Anlass zur Entwarnung“, fügte Bouffier hinzu. „Ganz im Gegenteil, die Zahlen steigen weiterhin an und sind immer noch zu hoch.“ Die Regierung erwarte daher, „dass die Bürger auch im privaten Bereich ihre Kontakte reduzieren“.

Zugleich nannte Bouffier das Ziel, Schulen und Kitas weiterhin offen zu halten. Auch das wirtschaftliche Leben solle weitergehen. „Epidemiologisch wäre es das Beste und natürlich am schnellsten wirksame Mittel, einen Totallockdown zu verhängen und alles zu schließen“, sagte Bouffier. „Dies würde aber zu immensen Schäden in der Wirtschaft, im Betreuungs- und vor allem im Bildungswesen führen.“

Binnen 24 Stunden sind in Hessen 1262 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet worden. Dies geht aus den Zahlen des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor. 1529 Todesfälle werden inzwischen hessenweit mit dem Erreger in Verbindung gebracht, das sind 51 mehr als am Vortag. Die sogenannte Inzidenz – also die Zahl von Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen – betrug landesweit 153.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare