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Hessen: Beste Versorgungfür Kriegsverletzte

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Von: Jutta Rippegather

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Der Planstab stationär nutzt die in der Pandemie entwickelten Strukturen, um Opfern aus der Ukraine zu helfen. Er besteht seit zwei Jahren.

Ursprünglicher Auftrag war es, die stationäre Versorgung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten in Hessen zu steuern. Aktuell organisiert und steuert der sogenannte „Planstab stationär“ die medizinischen Kapazitäten bei der möglichen Versorgung Kriegsverletzter aus der Ukraine. Vor zwei Jahren hatte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) das Netzwerk gegründet, das die relevanten Akteurinnen und Akteure im Gesundheitswesen an einen Tisch bringt, um die jeweils bestmögliche Versorgung zu gewährleisten: vom öffentlichen Gesundheitsdienst über Kassenärztliche Vereinigung und Landesärztekammer bis hin zum Rettungsdienst und den Leitstellen, dem Katastrophenschutz und später auch den Kassenvertreter:innen.

In den sechs Versorgungsregionen im Land übernimmt jeweils ein Klinikum der Maximalversorgung die Koordination der Krankenhäuser. In Abstimmung mit dem Planstab entwickelt es ein regionales Versorgungskonzept, setzt es um und übermittelt eine aktuelle Übersicht über die Belegung und die Ressourcen aller Krankenhäuser. Drohen etwa Engpässe, wird der Planstab so früh informiert, dass er rechtzeitig Ausweichkapazitäten in anderen Versorgungsgebieten organisieren kann. Gearbeitet wird sektorenübergreifend mit der niedergelassenen Ärzteschaft.

In einer Mitteilung lobte Klose am Montag die Arbeit des Gremiums, das er kurz nach Ausbruch der Pandemie in Hessen eingerichtet und unter Leitung des Ärztlichen Direktors der Frankfurter Uniklinik, Jürgen Graf, gestellt hatte. „Trotz der starken Beanspruchung der medizinischen Infrastruktur sorgt der Planstab mit bettengenauen Vorhalteerlassen an die Kliniken Woche für Woche für die koordinierte Versorgung und Behandlung der Covid-19-Patientinnen und -Patienten in den hessischen Krankenhäusern, ohne dass die Regelversorgung dauerhaft beeinträchtigt wird.“

Graf hob hervor, dass es immer wieder gelungen sei, vorausschauend zu agieren, zukunftsweisende und passgenaue Lösungen zu entwickeln – in mehreren Hundert internen Sitzungen, Telefonkonferenzen und Abstimmungsgesprächen.

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