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Hessen: Bei der Antriebswende gibt es kein Zurück

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Von: Jutta Rippegather

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Blau-weiß und leise: der erste Wasserstoffzug, dem weitere folgen sollen.
Blau-weiß und leise: der erste Wasserstoffzug, dem weitere folgen sollen. © Monika Müller

Der Einstieg in die Null-Emission-Zugära hätte besser laufen müssen.

Die Anlaufschwierigkeiten mit der Wasserstoffflotte kommen nicht überraschend. Es ist eher die Regel als die Ausnahme, dass beim Wechsel zu einem neuen Betreiber auf einer Linie sofort alles glatt läuft. Das haben wir bei Busverbindungen gesehen, wo Personal hinterm Steuer saß, das sich von den Fahrgästen den Weg zeigen lassen musste. Und das ist auch jetzt auf dem Taunusnetz der Fall, dessen Betrieb komplett neu zu organisieren ist. Fahrzeugbetreiben, tanken, Werkstatt – alles hat sich geändert. Viele sind an dem Projekt beteiligt, die bislang nicht zusammengearbeitet haben. Kein Wunder, dass es knirscht.

Kalte Füße

Ein schwacher Trost für die Kundschaft, die unter dem holprigen Start leidet. Bei der Eiseskälte ist es besonders unangenehm, wenn es zu Verzögerungen kommt. Erst sich kalte Füße beim Warten stehen, dann sich mit dicken Mänteln in volle Busse quetschen und dann auch noch zu spät zur Arbeit kommen. Kein guter Start in den Tag.

Der Einstieg in die Null-Emission-Zugära hätte besser laufen müssen. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren. Die Betreiberin spricht von einigen Schwierigkeiten, die erst offenbar wurden, als die Fahrzeuge in Normalbetrieb gingen. Zu hoffen ist, dass die Rädchen bald reibungslos ineinandergreifen und möglichst bald alle 27 Wasserstoffzüge rollen. Umweltfreundliche Antriebe sind die Zukunft. Es gibt kein Zurück mehr.

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