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Oft an den Rand gedrängt: Radfahrer in der Stadt.
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Oft an den Rand gedrängt: Radfahrer in der Stadt.

Hessen

Aufholerinnen beim Radverkehr

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Die Städte Frankfurt und Wiesbaden haben sich beim ADFC-Klimatest stark verbessert. Doch viele Rathäuser nutzen noch nicht die Fördermöglichkeiten.

Die Gesamtnote ist mäßig. Aber mit 3,72 hat Frankfurt es beim bundesweiten Fahrradklimatest auf den dritten Platz geschafft. In der Kategorie Aufsteiger ist die Mainmetropole sogar Spitzenreiterin. „Das hat sie durchaus verdient“, urteilt Susanne Neumann vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) Frankfurt. Dessen Landesverband hebt am Dienstag außerdem die Fortschritte in Wiesbaden hervor: Die Landeshauptstadt hat die rote Laterne abgegeben und es mit der Gesamtnote 3,92 auf den siebten Platz der Rangliste geschafft. Wie Frankfurt darf auch sie sich in ihrer Städtekategorie beste Aufholerin nennen.

Ganz freiwillig haben die beiden Kommunen ihre Radinfrastruktur nicht ausgebaut. In Frankfurt gab der Radentscheid den entscheidenden Schub, in Wiesbaden die Klage der Umwelthilfe mit dem drohenden Dieselfahrverbot, sagt der ADFC, der beim Thema Sicherheit hier wie dort noch großen Nachholbedarf sieht: „Die Akzeptanz der Radfahrenden im Verkehr ist zu gering“, sagt Günni Kerber, Pressesprecher für Wiesbaden. Er fordert mehr Platz fürs Rad.

KLimatest

An der repräsentativen Befragung von ADFC und dem Bundesverkehrsministerium nahmen im vergangenen Herbst bundesweit 230 000 Menschen teilt.

Die Kommunen sind in sechs verschiedenen Größenklassen unterteilt. Von den 108 hessischen in der Auswertung sind 96 kleiner als 50 000 Einwohner, 57 kleiner als 20 00.

https://fahrradklima-test.adfc.de

Für Xavier Marc, den stellvertretenden Landesvorsitzenden, bezeugt die hohe Beteiligung am Klimatests die wachsende Bedeutung des umweltfreundlichen Verkehrsmittels. In Hessen hätten mit 20 000 Bürger:innen gut 54 Prozent mehr teilgenommen als vor zwei Jahren. Die Zahl der Kommunen mit mindestens 50 Befragungen stieg um 37 auf 108. „Radfahren ist jetzt überall ein Megathema“, sagt Marc. Daraus formuliert er den Auftrag: „Die Bedingungen für den Radverkehr zu verbessern, gehört heute zu den großen Aufgaben der Politik.“

Bei der Landesregierung ist diese Erkenntnis nach Ansicht des ADFC angekommen. Noch nie hätte so viele Unterstützungsangebote und ein so voller Fördertopf bereitgestanden, betont Landesgeschäftsführer Norbert Sanden. „Das Land ist gut aufgestellt, der Ball liegt jetzt bei den Kommunen.“ Die Ergebnisse des Klimatests zeigten, dass in den meisten Rathäusern noch erhebliches Verbesserungspotenzial besteht. Das Gros der Kommunen in Hessen kommt nicht über die Note 4 hinaus.

Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) wertete das Abschneiden hessischer Kommunen als Beleg für den Aufschwung des Radverkehrs. „Konsequente Politik zahlt sich aus“, sagte der Minister am Dienstag. Die Landesregierung unterstütze die Kommunen finanziell und organisatorisch bei der Stärkung des Radverkehrs vor Ort. „Dies reicht von konkreten Planungshilfen bis zur finanziellen Förderung von Infrastrukturmaßnahmen.“

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