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Hessen: Al-Wazir richtet „Krisenstab Gas“ ein

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Von: Hanning Voigts

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Wie wird die Gasversorgung im Winter aussehen? Hessen richtet einen Krisenstab ein. Foto: Renate Hoyer
Wie wird die Gasversorgung im Winter aussehen? Hessen richtet einen Krisenstab ein. Foto: Renate Hoyer © Renate Hoyer

Angesichts knapper Gaslieferungen aus Russland will Hessen für den Ernstfall gerüstet sein. Wirtschaftsminister Al-Wazir richtet vorsorglich einen Krisenstab ein.

Angesichts der angespannten Lage auf dem Gasmarkt richtet Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) einen eigenen „Krisenstab Gas“ ein. Das Gremium solle noch in den Sommerferien das erste Mal tagen, teilte Al-Wazir nach einem Austausch mit Vertreter:innen von Unternehmen und der kommunalen Spitzenverbände am Freitag in Wiesbaden mit. „Das Ziel ist, handlungsfähig zu sein, falls es doch zur Notfallstufe kommt“, sagte der Minister. „Darauf bereiten wir uns selbstverständlich rechtzeitig vor.“

Hotline

Unternehmen und Bürger:innen könnten sich mit Fragen zur Gasversorgung direkt an eine E-Mail-Hotline der Landesregierung richten:hotlinegas@wirtschaft.hessen.de

Insgesamt sei die Lage bei der Gasversorgung „angespannt, aber nicht aufgeregt“, sagte Al-Wazir. Selbstverständlich blicke man wegen verringerter Gaslieferungen aus Russland mit Sorgen auf den kommenden Winter. Derzeit ströme zwar wieder russisches Gas durch die Pipeline „Nordstream 1“ und die Gasspeicher könnten gefüllt werden, betonte Al-Wazir. Aber „niemand kann in Putins Kopf schauen. Niemand weiß, ob der Gasfluss nicht doch irgendwann komplett gestoppt wird“.

Hessen: Minister trifft sich mit Unternehmen und Kommunen

Für diesen Fall sei es wichtig, vorbereitet zu sein. Man wolle auch gegenüber der Bundesregierung deutlich machen, „welche Rolle der Wirtschaftsstandort Hessen für Deutschland spielt“.

Zuvor hatte Al-Wazir sich mit Vertreter:innen der kommunalen Spitzenverbände, des Landesverbands der Energiewirtschaft, des Verbands der Chemischen Industrie und der größten gasverbrauchenden Unternehmen in Hessen in digitaler Form über die aktuelle Lage ausgetauscht. Es sei aktuell wichtig, mit Kommunen und Unternehmen in engem Kontakt zu sein, betonte der Wirtschaftsminister.

Unternehmen und Bürger:innen könnten sich mit Fragen zur Gasversorgung direkt an eine E-Mail-Hotline richten: hotlinegas@wirtschaft.hessen.de

(Hanning Voigts)

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