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Hessen: AfD-Politiker Lichert wettert erneut gegen „Hochfinanz“

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Von: Hanning Voigts

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Provoziert gerne: Andreas Lichert (links), hier im Bild mit dem hessischen AfD-Landesvorsitzenden Robert Lambrou. Foto: dpa
Provoziert gerne: Andreas Lichert (links), hier im Bild mit dem hessischen AfD-Landesvorsitzenden Robert Lambrou. © dpa

Nachdem die Grünen im hessischen Landtag ihm die Benutzung antisemitischer Codes vorgeworfen haben, spricht der AfD-Abgeordnete Andreas Lichert erneut von „Hochfinanz“.

Der Streit über antisemitische Andeutungen aus den Reihen der AfD hat den hessischen Landtag am Donnerstag weiter umgetrieben. Der AfD-Politiker Andreas Lichert, der zum rechten Rand seiner Partei gezählt wird, sprach in einer Rede zur Inflation erneut von einer „Hochfinanz“, die von den aktuellen Preissteigerungen profitiere. Nachdem er den US-Ökonomen Milton Friedman zitiert hatte, setzte Lichert zudem zu einem Seitenhieb auf den Frankfurter Publizisten Michel Friedman an und nannte diesen „völlig überschätzt“.

Der SPD-Abgeordnete Marius Weiß warf Lichert daraufhin vor, schon wieder „ganz bewusst“ antisemitische Andeutungen benutzt zu haben. Der CDU-Politiker Dirk Bamberger fragte in Richtung der AfD, wie in diesem Kontext die Attacke auf Friedman zu verstehen sei.

Hessen: Kritik an der AfD im Ältestenrat

Andreas Lichert hatte bereits am Mittwoch in einer Debatte über Klimapolitik von einer „internationalen Hochfinanz“ gesprochen, die hinter dem Klimaschutz stehe. Die Grünen-Abgeordnete Kaya Kinkel und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hatten Lichert deshalb vorgeworfen, antisemitische Codes zu bedienen.

Die AfD wies das empört zurück. Daraufhin war die Sitzung unterbrochen worden und der Ältestenrat des Landtages hatte getagt. Wie die Frankfurter Rundschau erfuhr, schlossen sich alle Fraktionen mit Ausnahme der AfD den Vorwürfen gegen Lichert an.

(Hanning Voigts)

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